ostroplog – Das Weblog von Philipp Ostrop

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#folo2010: Nach- und Nebenwirkungen

Das 18. Forum Lokaljournalismus in Dortmund war eine spannende Tagung – und hat deshalb gewisse Schwingungen hinterlassen. Einige Teilnehmer haben darüber gebloggt und getwittert (hier meine Blogposts, hier diejenigen vom Kollegen Weckenbrock) – und damit eigentlich nur wie die Deppen die Kanäle im WWW volgeplappert. Das meint jedenfalls der ebenfalls anwesende Chefredakteur des Darmstädter Echo, Jörg Riebartsch, in diesem unfassbar überheblichen waghalsigen Artikel, der gestern in Print und Online erschienen ist: Lokaljournalismus: Stochern im Nebel 4.0. Dazu ist eigentlich alles gesagt, vor allem von textclip.de und Tobi Weckenbrock.

Viel interessanter: Kollegin Inge Seibel hat damit begonnen, die geflippte Schlussdiskussion hochzuladen. Teil 1 und 5 sind schon da. Thema: „Lokalzeitung 2020 – Leitmedium oder Auslaufmodell“. Merkwürdige Anekdote am Rande: Zeitgleich zum #folo2010-Auftakt am Mittwochabend (27.) hat Apple-Chef Steve Jobs in den USA das iPad vorgestellt. Bei der #folo2010-Abschlussdiskussion am Freitagmorgen erklärte WR-Chefredakteur Malte Hinz allen Ernstes, dass er das iPad schon längst in der Hand gehabt habe – zum Erstaunen des Podiums und des Plenums. Zu sehen in Teil 5 bei Minute 7:45.

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Der Elektrische Reporter über das Echtzeit-Web

Der ElRep über das Real Time Web

Der ElRep über das Real Time Web

Das Echtzeit-Web verändert die Distribution von Nachrichten fundamental. Damit hat sich der Elektrische Reporter auseinandergesetzt.

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Was ist Ihr Medientrend 2010?

Medienmacher und ihre Trends

11 Medienmenschen und ihre Trends

Beim 18. Forum Lokaljournalismus in der vergangenen Woche in Dortmund haben Wolfram Kiwit, Tobias Weckenbrock und ich ein paar Medienmenschen geflippt gefragt: Was ist Ihr Medientrend 2010?

Vor die Kamera wagten sich: Annette Milz (Chefredakteurin Mediummagazin), Dirk Lübke (Chefredakteur Goslarsche Zeitung), Jost Lübben (Chefredakteur Nordsee-Zeitung), Christian Jakubetz (imfeld media), Daniel Chmielewski (Projektredakteur Ruhr Nachrichten Chefredaktion), Ralf Schäfer (Schwäbische Zeitung), Ludger Möllers (Regionalchef Schwäbische Zeitung), Horst Röper (Formatt-Institut), Alexander Houben (CvD Trierischer Volksfreund), Henrik Bortels (Online-Chef Märkische Allgemeine) und Holger Niehaus (CvD Medienhaus Lensing).

Meine Medientrends 2010

Meine Medientrends 2010

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Und, liebe Blogleser, was ist Ihr Medientrend 2010?

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Weitere Blogposts zum Forum Lokaljournalismus:
Twitter und Co: Kommunikation 20105 und die Rolle der Lokaljournalisten
Zwischen Lindenbäumen und freien Würsten: Auftakt zum Forum Lokaljournalismus
Wer beim Forum Lokaljournalismus twittert

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Twitter und Co.: Kommunikation 2015 und die Rolle der Lokaljournalisten

Geflippte Diskussion

Geflippte Diskussion (Foto: Weckenbrock)

Über die disruptiven Veränderungen im Kommunikationsverhalten der Menschen und die Folgen für Lokaljournalisten und Medienhäuser wurde beim 18. Forum Lokaljournalismus in Dortmund diskutiert. 

Es ging um die Anforderungen für Journalisten, die Angst der Verleger, die Tatsache dass Search und Apple die neuen Gatekeeper sind, Karibikinseln – und natürlich um die Bedrohung/Ergänzung/Chance für Medienhäuser durch hyperlokale Angebote wie  www.fussball-passau.de, www.heddesheimblog.de oder www.meetingpoint-brandenburg.de

Auf dem Podium (von links):
Alexander Houben (CvD Trierischer Volksfreund)
Henrik Bortels (Leiter HavelcomOnline/www.maerkischeallgemeine.de)
Christian Jakubetz (imfeld media)
Prof. Wiebke Möhring (FH Hannover)
Moderator: Lars-Oliver Hennemann (Stellv. Chefredatekur Wiesbadener Kurier

Nach 12 Minuten und 11 Sekunden habe ich mich auch mal kurz aus dem Off eingemischt… 

Lokaljournalismus 2015

Lokaljournalismus 2015

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Weitere Blogposts zum Forum Lokaljournalismus:
Zwischen Lindenbäumen und freien Würsten: Auftakt zum Forum Lokaljournalismus
Wer beim Forum Lokaljournalismus twittert

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Zwischen Lindenbäumen und freien Würsten: Auftakt zum Forum Lokaljournalismus

Jürgen Rüttgers beim Folo-Auftakt

Jürgen Rüttgers beim Folo-Auftakt. Foto: Weckenbrock

Das 18. Forum Lokaljournalismus hat gestern Abend in Dortmund begonnen (Twitter-Hashtag: #folo2010). Veranstaltet von der Bundeszentrale für Politische Bildung, mitfinanziert von der WAZ-Gruppe. Der Auftaktabend diente zum Kennenlernen, zum Ankommen – und leider als Chance, endlich mal wieder ein paar staatstragende Sonntagsreden zu halten.

Letzteres ließen sich die beiden Politiker Jürgen Rüttgers und Bodo Hombach (Hombach im Hauptjob mittlerweile Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe) nicht nehmen. Jürgen Rüttgers lehnte in seiner Rede Staatshilfen für Medienhäuser ab (das fordert auch ernsthaft niemand, oder?) und findet Twitter („Zwitter“, wie er sagte) irrelevant. Das Gute beim Twittern sei: Zwei Sekunden später  interessiere niemanden, dass ein Flugzeug auf dem Hudson-River gelandet ist oder dass Horst Köhler Bundespräsident bleibt was gezwittert worden sei. Dass es sich allerdings mit durchschnittlichen Politiker-Reden meistens nicht anders verhält, war ihm Wurscht. Nun gut, sein Wahlkampfteam wird sicherlich wissen, wie wichtig Social Media ist.

An einer anderen Stelle der Rüttgers-Rede jedoch bin ich fast tot umgefallen. Der Ministerpräsident sagte sinngemäß: Wenn ich eine Information suche, dann finde ich bei Google einen Artikel aus www.derwesten.de Da kann ich die Verlage verstehen, die Google Marktmissbrauch vorwerfen.

Ich kann nicht tausendprozentig garantieren, ihn im Trubel richtig verstanden zu haben, und ich weiß weder, ob Rüttgers dies wirklich meint, noch ob beispielsweise Bodo Hombach von Marktmissbrauch redet, wenn Google dem WAZ-Portal www.derwesten.de tausende Leser pro Tag zuführt. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass derWesten nicht gerade sparsam beim Kauf von Google AdWords vorgeht, um auf diesem Wege Leser abzugreifen. Egal, Hombachs Online-Team wird schon wissen, wie wichtig Suchmaschinen sind, und dass dies kein Marktmissbrauch ist.

Dann kam Hombach himself auf die Bühne und redete eine halbe Stunde lang. Nach seinem Interview zum Start des Lokaljournalisten-Forums gab es ein gewisses Interesse an seiner Rede beim #folo2010. Hätte ja sein können, dass er die angesprochenen Themen aufgreift, weiterführt oder etwas zum schwierigen (aber möglicherweise notwendigen) Schrumpf-Kurs der WAZ sagt. Deshalb entschied ich mich, die Rede per iPhone und Qik live ins Internet zu streamen.

Hombach sagte jedoch nichts Relevantes, und so war es auch nicht schlimm, dass die UMTS-Verbindung ab- und damit mein Stream zusammenbrach. Die Zuschauer wären sowieso eingeschlafen. Die Drehscheibe schreibt unter der Überschrift „Gelungener Auftakt“: “WAZ-Geschäftsführer und Mitveranstalter des Forums Bodo Hombach verwirrte die Zuhörer zunächst mit Ausführungen zu Brunnen und Lindenbäumen vor den Toren.” Da halte ich es doch lieber mit meinem Kollegen Tobias Weckenbrock, der von “Stotterstart beim #folo2010″ schreibt.

Anschließend hatte das Ruhrgebiet die Chance, sich als moderne und spannungsvolle Metropole (Stichwort Kulturhauptstadt) zu präsentieren, und vergab sie souverän. Denn Kabarettist Stefan Keim war weder lustig noch hintergründig noch anspruchsvoll. Er war das Gegenteil. Plump, vulgär, und dumm-dreist verarschte (sorry, aber so war es!) er die Ruhrpott-Lokaljournalisten (Video bei Weckenbrock). Fremdschäm-Faktor inklusive. Denn als Schauplatz für seine dämlichen fiktiven Beispiele wählte er zielsicher die Redaktionen der WAZ-Gruppe. Man hatte ihm wahrscheinlich gesagt, dass die WAZ in seinem Programm vorkommen müsse – schließlich bezahlen die die Folo-Show.

So schlüpfte Keim in die Rolle von WAZ-Redakteuren, die um 16 Uhr den Griffel fallen lassen, und ihre freien Mitarbeiter als “freie Würste” bezeichnen. Vor dem Hintergrund des knallharten WAZ-Sparkurses, bei dem zurzeit knapp 300 Redakteure ihre Jobs verlieren und sich vielfach als freie Journalisten über Wasser halten müssen, war dies ein Hohn – oder, um im Sprachduktus des Kabarettisten zu bleiben, ein Schlag in die Fresse vieler verdienter Kollegen. Die WAZ-Spitze war alles andere als amused.

Christian Lindner, Chefredakteur der Rhein-Zeitung in Koblenz, brachte es in wenigen Zeichen auf den Punkt: “Humor-Fehlstart des #folo2010 hat auch was Gutes: Die Tagung kann nur noch besser werden.”

Und darauf freuen wir uns heute. Wirklich. Glückauf!

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Disclaimer: Ich arbeite beim Medienhaus Lensing, das u.a. die Ruhr Nachrichten (größte Tageszeitung im Großraum Dortmund) herausgibt. In weiten Teilen unseres Verbreitungsgebietes konkurrieren wir mit der WAZ. Unsere Seiten zum Forum Lokaljournalismus gibt’s unter www.RuhrNachrichten.de/folo2010.

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Die Blog-Serie, die ich nie schrieb

Sony Reader vs. Amazon Kindle

Sony Reader vs. Amazon Kindle

Seit Ende Oktober besitze ich einen Kindle von Amazon, seit Ende Oktober wollte ich eine Blog-Serie starten: Sony Reader vs. Amazon Kindle. Ich wollte beide Geräte miteinander vergleichen. Dafür hatte ich mir mehrere schöne Kategorien ausgedacht, denn es gibt durchaus Unterschiede zwischen beiden Geräten.

Bis Weihnachten habe ich es zeitlich nicht geschafft, die Serie zu starten – und seit Weihnachten macht es einfach keinen Sinn mehr. Denn es scheint sich niemand mehr dafür zu interessieren. Die Welt wartet auf Mittwoch, wenn Steve Jobs mutmaßlich den Tablet-Rechner iSlate oder iTab präsentiert. Die Apple-Marketingmaschinerie  hat wieder eine perfekte Mischung aus Gerüchten, Halbwahrheiten, angeblichen Insider-Infos und Dementis in die virtuelle Welt gesetzt. Was davon stimmt, weiß keiner.

Sicher ist nur: Wenn das Ding am Mittwoch wirklich vorgestellt wird, dann steht Steve Jobs schon seit Tagen auf der Bühne und probt die Präsentation – damit es dann wieder so einfach und locker aussieht. Und selbst wenn das Gerät “nur” ein teurer Schnickschnack ist und kein Game-Changer wird, dann hat Apple doch eines erreicht: Dass niemand mehr über Kindle & Co redet. Geschweige denn bloggt.  So wie ich. Glückwunsch.

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Drei Lesetipps fürs Wochenende

  1. Christian Jakubetz (@cjakubetz):
    Die Zeitungen und ihre drei Probleme
  2. Marian Semm (@marian_semm):
    “Die meisten Verlage haben vergessen, wo sie herkommen” (Interview mit Hardy Prothmann)
  3. Leif Kramp (@leifkramp) und Stephan Weichert (@stephanweichert):
    “Man muss den Online-Zugang begrenzen” (Interview mit Wired-Chefredakteur Chris Anderson)

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Ich und die Loveparade [aktualisiert]

Im letzten Jahr ist die Loveparade in Bochum ausgefallen, in diesem Jahr soll sie eigentlich in Duisburg stattfinden. Doch das Duisburger Haushaltsloch beträgt 150 Millionen Euro, städtische Leistungen und Angebote werden zurückgefahren – da ist es schwierig, 840.000 Euro für eine umstrittene Party auszugeben. Nun wird im Dortmunder Rathaus diskutiert, ob man nach 2008 wieder Austragungsort der Loveparade werden möchte. 

Vor anderthalb Jahren war ich mittendrin statt nur dabei – und hab mich mit meiner kleinen Canon Ixus todesmutig ins Getümmel auf der B1 gestürzt und diese (zumindest im Kollegenkreis…) legendären Videos gedreht:

“Richtige” Videos haben wir natürlich auch gedreht – die gibt’s hier.

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Update 25. 1., 19.29 Uhr: Die Chancen, dass Duisburg die Loveparade schultern kann, sind heute gesunken. Mehr dazu hier.

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Wer beim “Forum Lokaljournalismus” twittert

In zehn Tagen beginnt das 18. Forum Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), diesmal im Signal-Iduna-Park in Dortmund. Hauptsponsor ist die WAZ-Mediengruppe, das Thema heißt: Mutig, multimedial, meinungsbildend – keine Demokratie ohne die lokale Tageszeitung.

Forum Lokaljournalismus 2010

Forum Lokaljournalismus 2010

Die bpb schreibt über die Veranstaltung (Programm hier):

Mutig und meinungsbildend soll Lokaljournalismus sein – und multimedial. Mehr als 200.000 deutschsprachige Blogs, unzählige Twitterer und Nutzer sozialer Netze schieben das Internet als Meinungsforum ins Rampenlicht. Aus dem Hype ist eine publizistische Größe geworden, die auch den klassischen Journalismus verändert. Die Fragen für den heutigen Mediensektor lauten deshalb: Wie kommunizieren Menschen in Zukunft? Wie gehen lokale Printmedien mit den neuen Herausforderungen gewinnbringend um? Und welche Konsequenzen hat all das für das Rollenbild der Journalisten?

Auf dem Forum Lokaljournalismus 2010 widmen sich diesen Fragen – auf persönliche Einladung hin – die Chefredakteur/innen der deutschen Lokal- und Regionalzeitungen. In Fachvorträgen von internationalen Experten aus Wissenschaft und Praxis entwickeln sie die Vision von Qualität, die Lokaljournalismus weiter tragen kann. Damit sich auch künftig über kommunale Entwicklungen gut informierte Bürger an politischen Prozessen beteiligen!

Und damit sich die übrigen Medienmenschen (also diejenigen ohne persönliche Einladung…) oder sogar die Kunden (um Gottes Willen!) zumindest indirekt an diesem medienvisionären Prozess beteiligen können, habe ich eine Liste mit twitternden Teilnehmern angelegt: http://twitter.com/PhilippOstrop/folo

Bisher sind 18 Leute drauf. Welche Twitterati kommen noch zum #folo? Bitte um Hinweis – hier im Blog oder auf http://twitter.com/PhilippOstrop

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Mutig, multimedial, meinungsbildend – zum Thema der Tagung passt übrigens dieses Gespräch mit Stefan Laurin von den Ruhrbaronen. Philip Banse hat es im Rahmen der Interview-Serie “Meinungsmacher” für dctp geführt:

Interview mit Stefan Laurin

Interview mit Stefan Laurin

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Blogempfehlung: weckenblog

Mein überaus geschätzter Kollege Tobias Weckenbrock von MZ_Muenster ist unter die Blogger gegangen. Es ist ein schickes schlichtes Ding geworden, das er da aufgesetzt hat. Mit viel Bewegtbild. Also, ab in den RSS-Reader damit: http://weckenbrock.wordpress.com

weckenblog

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Gezwitscher @PhilippOstrop

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