Video-Blick hinter die Kulissen: Liveticker & Lokales – so arbeitet der Newsroom von @RN_Dortmund

Titelseite der Ruhr Nachrichten vom 30.11.2012

Titelseite der Ruhr Nachrichten vom 30.11.2012

Seit genau zwei Jahren leite ich jetzt die Dortmunder Lokalredaktion der Ruhr Nachrichten. Es gab kaum einen Tag, an dem mich diese Stadt nicht mit verrückten Nachrichten und Entwicklungen überrascht hat. Nein, langweilig ist es wirklich nie.

In vielen Breaking-News-Situationen, aber auch bei vielen planbaren Großereignissen wählt mein Team den Liveticker als Online-Darstellungsform. Insofern war die letzte Woche theoretisch nicht außergewöhnlich.

Praktisch jedoch war es eine bemerkenswerte Woche. Denn unser Ticker am Dienstag über die (schließlich vergebliche) Rettung der umgekippten Giraffe Tamu hat zunächst im Social Web polarisiert (echte Anteilnahme und echte Lustigmacherei), dann sogar die Branchensite Meedia.de interessiert. Verrückt, aber why not. Ich habe denen dann erklärt, wie wir es in Dortmund so mit dem Lokaljournalismus halten.

Mittwoch sackte plötzlich eine Straße in der südlichen Innenstadt ein, weil zuvor eine dicke Wasser-Transportleitung gebrochen war. Keller liefen voll, Straßen wurden gesperrt. Und ja, wir haben getickert.

Größte Evakuierung in der Stadtgeschichte

“Na, was tickern wir denn heute?”, flachsten wir am Donnerstagmittag am Desk. Ein paar Minuten später konnten wir es selbst nicht glauben, denn ein Thema hatte uns gefunden: der Fund einer alten Fliegerbombe mit Evakuierung und anschließender Entschärfung. An sich nichts Außergewöhnliches, das passiert in Dortmund geschätzt 30 Mal pro Jahr. Doch diese Bombe lag im dicht bebauten und besiedelten Klinikviertel in der Innenstadt, wo (Überraschung) drei Krankenhäuser stehen. Es begann die größte Evakuierung der Dortmunder Nachkriegsgeschichte. Krisenstäbe kamen zusammen, 1000 Einsatzkräfte aus NRW machten sich auf den Weg nach Dortmund, um die Patienten in andere Krankenhäuser zu verlegen, Hunderte Tonnen Sand zur Dämpfung einer möglichen kontrollierten Sprengung der Bombe wurden angekarrt.

Die vierseitige Sonderausgabe

Die vierseitige Sonderausgabe

Während nicht klar war, ob auch unser Pressehaus im Evakuierungsradius liegen würde und wir, wie im Jahr 2009, alle raus müssten, begann in der Lokalredaktion eine komplexe Operation. Neben der bestmöglichen Online-Berichterstattung (Liveticker, Fotostrecken, Videos, Social Media, Infoscreen in der U-Bahn) wollten wir in der Print-Ausgabe mindestens drei Seiten über die Bombe machen (es wurden dann später vier Seiten). Die Deadline für unsere erste Ausgabe (“Postausgabe” oder “Post”) ist 19.30 Uhr. Doch gegen 17 Uhr beschlossen wir, eine vierseitige Sonderausgabe mit 15.000 Exemplaren zu drucken und kostenlos in den Notunterkünften zu verteilen. Deadline: Noch vor der Postausgabe, also um 19.15 Uhr.

Warum schreibe ich das hier alles? Damit man das Video versteht, das Kollege Tobias Weckenbrock gedreht hat. Es ist möglicherweise sehenswert für News-Junkies und alle, die wissen wollen, wie die Dortmunder RN-Lokalredaktion in so einer Extremsituation arbeitet. Zu filmen begonnen hat er um etwa 19.30 Uhr. Die Deadline der Extra-Ausgabe ist bereits gerissen, doch wir werden noch bis ca. 19.34 Uhr brauchen. Die Postausgabe wird etwa 20 Minuten zu spät fertig. Dann gibt es Pizza.

Das Bild der Bombe - 10 Sekunden vor der Deadline.

Das Bild der Bombe – 10 Sekunden vor der Deadline.

Der Abend ging für uns später hektisch weiter. Der Entschärfungsversuch verschob sich immer weiter in die Nacht, doch Druckerei, Logistik und Zusteller können nicht ewig warten. In eine von drei Dortmunder Abo-Ausgaben haben wir die Entschärfung (23.56 Uhr) noch reingekriegt. Zehn Sekunden vor der allerletzten Deadline bekamen wir schließlich das Bild der Bombe.

Video-Blick hinter die Kulissen

Hier kommen also 30 Minuten ungescripteter, ungeschnittener und ungefilterter Redaktionsalltag in einer etwas angespannten Situation. Der Fokus liegt in diesen Minuten darauf, zunächst den Sonderdruck, dann die Postausgabe rauszukriegen. Gleichzeitig läuft natürlich der Ticker weiter, vor allem gespeist von draußen.

Drüben in seinem Blog hat Tobias auch noch einen Teil unserer ersten Krisen-Konferenz von 14.30 Uhr gepostet.

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Wie uns leider kein Licht aufgeht: Von einem verrückten Stecker-Aufsatz, Twitter und IFTT

 Das famose Steckdosen-Stecker-Aufsatz-Ding von Belkin (WeMo Switch)

Das famose Steckdosen-Stecker-Aufsatz-Ding von Belkin (WeMo Switch)

Anfang August war ich euphorisiert. Ich hatte diesen Blogpost gelesen – darüber, wie im Newsroom von www.qz.com eine Lampe angeht, sobald @quartznews auf Twitter erwähnt wird. Oder, wie es im Blogpost heißt: “Now, when you interact with us, our newsroom is literally brightened.”

Hach, herrlich! Das wollte ich auch für unseren lokalen Newsroom bei @RN_Dortmund – und gleichzeitig ein bisschen mit dem “Internet der Dinge” herumspielen. Das ist ja bekanntlich das nächste große Ding (nach Drohnen, vor Mobile – oder umgekehrt oder auch gar nicht).

Der Wirkmechanismus sollte so funktionieren: Man nehme ein Steckdosen-Stecker-Aufsatz-Ding von Belkin (WeMo Switch), hänge es ins WLAN und schließe ein beliebiges Gerät an. Zum Stecker gibt es eine App – und so kann man per App von unterwegs das Gerät am Stecker an- oder ausschalten. So weit, so klar. Allerdings, und jetzt wird es spannend, funktioniert der Stecker auch mit IFTTT (“If this then that”). Also beispielsweise: Wenn man eine Mail bekommt, geht der Kühlschrank aus (ja gut, warum sollte man das wollen). Oder wenn man ein Instagram-Bild mit einem bestimmten Tag versehen hat, wird es in die Dropbox geschickt. Oder eben: Wenn man bei Twitter erwähnt wird, geht das Licht an.

Ich habe also den Stecker gekauft und den Kauf längst vergessen. Heute kam das Amazon-Paket, zeitgleich die Vorfreude – und dann die dunkle Erinnerung daran, dass es in der Zwischenzeit eine Änderung bei Twitter gegeben hat, wonach kein Twitter-Content mehr zu Cloud-Services übertragen werden kann. Und damit scheidet Twitter als IFTTT-Trigger aus. So ein Mist.

Und so geht uns also kein Licht auf.

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Mobile Reporting: Diese Apps und Ausrüstung muss man haben

Mobile Reporting Field Guide

Mobile Reporting Field Guide

Das iPhone ist das perfekte Reporter-Werkzeug. Doch welche Apps und Ausrüstung braucht man? Was ist das beste Videoprogramm, mit welcher App kann man Fotos schnell und gut bearbeiten? Und welche Einstellungen liefern die besten Ergebnisse?

Im Frühjahr 2012 hat eine kleine Gruppe von Studenten an der UC Berkeley Graduate School of Journalism in einem achtwöchigen Kurs die Probe aufs Exempel gemacht. Aus acht Wochen wurden zehn, dann 15 – und dann war das iBook fertig. Mit Testberichten, Demo-Videos & Audios. Das sind die Mobile-Reporting-App-Charts der Berkeley-Studenten:

Video-Apps

  1. Filmic Pro (3,59 Euro)
  2. ProCamera (0,89 Euro)
  3. CinePro (2,69 Euro)

Apps zur Videobearbeitung

  1. 1st Video – Video Editor (8,99 Euro)
  2. iMovie (4,49 Euro)
  3. Avid Studio, jetzt Pinnacle Studio (8,99 Euro)

Foto-Apps

  1. ProCamera (0,89 Euro)
  2. Camera Awesome (kostenlos)
  3. Camera+ (0,89 Euro)

Apps zur Bildbearbeitung

  1. Filterstorm (3,59 Euro)
  2. FX PhotoStudio (0,89 Cent)
  3. Adobe Photoshop Express (kostenlos)
  4. Snapseed (4,49 Euro)

Audio-Apps

  1. Hindenburg Field Recorder Lite (kostenlos)
  2. FiRe 2 – Field Recorder (5,49 Euro)
  3. iRig Recorder (4,49 Euro)

Link zum kostenlosen iBookhttp://itunes.apple.com/us/book/mobile-reporting-field-guide/id545419721

Es gibt das iBook auch als PDF (ohne Videos und Audios), und zwar hier: http://multimediashooter.com/mobile/MobileGuide.pdf

Jetzt interessiert mich vor allem: Was sind Eure und Ihre “Must haves” für das Mobile Reporting? Freue mich über Kommentare.

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Der Wind ist der Drohnen-Killer

Altes Rathaus und Christophorus-Kirche in Werne

Altes Rathaus, Christophorus-Kirche und Ruhr-Nachrichten-Redaktion (rechts neben dem Rathaus) in Werne

Seit ein paar Wochen habe ich eine Drohne. Heute ist das Flugding zum vierten Mal abgestürzt – drei Mal war der Wind das Problem. Heute ist beim Crash ein Rotor gebrochen, ein paar andere Teile sind verbogen.

Man neigt offenbar dazu, den Wind zu unterschätzen. Vor allem, wenn man zwischen Gebäuden fliegt, muss man höllisch auf Luftverwirbelungen und Böen achten. Selbst an einem Tag, der so windstill und freundlich begonnen hat wie heute.

Es sah aus nach perfekten Flug-Bedingungen für ein halb dienstliches und halb privates Projekt in der Innenstadt von Werne. Es ging darum, Foto- und Videoaufnahmen vom Marktplatz und dem Alten Rathaus zu machen – aus einer völlig ungewöhnlichen Perspektive. Schwebend über dem Markt. Doch dabei merkte ich nicht, dass der Wind immer stärker wurde. Mist.

Das Ergebnis (einen kurzen Zusammenschnitt) kann man hier sehen – inklusive Crash. In der Zwischenzeit bestelle ich mal ein paar Ersatzteile…

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Die volle Drohnung – retten Drohnen den Journalismus?

Spaß mit der Drohne

Drohnen sind die Zukunft des Journalismus, der Kriegsführung und des kommerziellen Dönertransports. Kriegsführung lehne ich grundsätzlich ab – und kommerzieller Dönertransport ist nicht meine Baustelle. Also schauen wir auf die Zukunft des Journalismus. Die sieht natürlich unglaublich düster aus. Bei denen einen heißt es “20 Prozent auf alles”, die anderen gibt es jetzt schon für einen Euro zu kaufen.

Wie gut, dass jetzt die Drohnen kommen und die Branche retten. Jedenfalls kann man im Moment fast den Eindruck bekommen, dass diese Flieger das tun sollen. Bei zwei Journalistenkongressen in den letzten Tagen, bei der “Besser Online” in Bonn und beim Scoopcamp in Hamburg, standen Drohnen zeitweise im Mittelpunkt.

Seit heute besitze ich eine AR.Drone2.0 von Parrot. Mit meinem Kollegen Oliver Koch habe ich das unbekannte Flugobjekt ausprobiert – inklusive Crash (Video oben).

Die Drohne hat zwei Kameras (vorne und unten). Gesteuert wird die Drohne über eine kostenlose App für Smartphone oder Tablet. Entweder dort oder auf einem mitfliegenden USB-Stick werden Fotos und Videos gespeichert. Zum Beispiel für eine Berichterstattung.

Stellt sich also die Frage: Wie genau rettet dieses Dingen den Journalismus? Antwort: Natürlich gar nicht, zumindest dieses 300-Euro-Spielzeug kann es nicht. Denn nur die Kamera vorne macht ordentliche Bilder (1280 x 720px), die Bodenkamera kann gar nix. Die Frontkamera ist mit einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet, hat also auch aus der Höhe irgendwie halbwegs den Boden drauf. Doch das reicht nicht, wenn man wirklich etwas am Boden von oben fotografieren oder filmen möchte. Man müsste die Drohne also in den Sink- oder Sturzflug bringen, um ein Boden-Objekt ins Visier zu nehmen.

Irritierend ist auch, dass das Video keinen Ton hat. Eine Audio-Spur würde extrem helfen, um dem Video die nötige Authentizität für eine Berichterstattung zu geben – selbst, wenn es nur Rotorgeräusch wäre.

Diese Drohne rettet den Journalismus also nicht. Na dann muss es wohl doch das iPad tun.

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So einfach kommt man zu uns in die Redaktion

Am letzten Wochenende haben wir das Lensing-Carrée eröffnet, unser neue Pressehaus. Es gab ordentlich Tramtram mit allem Zipp und Zapp, mit Genscher, Maffay, Müntefering, Partys, Führungen und mit einer dicken Beilage.

Und so einfach kommt man jetzt zu uns:

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Entschuldigung, Jürgen Schmieder. Sorry, SZ.

SZ-Artikel "56 Kilometer Holz aus Sibirien"

Diesen SZ-Artikel habe ich fälschlicherweise für eine Kopie gehalten.

Ich habe der Süddeutschen Zeitung und dem Kollegen Jürgen Schmieder gestern Unrecht getan, und zwar öffentlich. Heute muss ich deshalb um Entschuldigung bitten und mache das dann auch mal öffentlich.

Und das kam so:
Vor einer Woche bin ich rein zu fällig auf diesen interessanten Artikel auf der Website des Wall Street Journal gestoßen. Irgendjemand in meiner Twitter-Timeline hatte den Link gepostet. Im Artikel wird berichtet, wie die Sportstätten der Olympischen Spiele in London gebaut wurden. Genauer: dass sie technisch für Rekorde optimiert wurden.

Ich habe den Artikel verschlungen, weil ich das Thema total spannend fand. Es wird berichtet, mit welchen Tricks das Schwimmbecken schneller gemacht und wie der Boden in der Turnhalle verbessert wurde. Wie im Velodrom sichergestellt wird, dass immer die richtige Temperatur (mit und ohne heißblütiges Publikum) bei richtigem Luftdruck herrscht. Dass die Radbahn aus besonders schnellem sibirischem Holz (56 Kilometer!) besteht und dass die Ziellinie ein paar Meter verlegt wurde. Und so weiter, und so weiter.

Der zuständige Projektmanager für die Entwicklung und den Bau der Sportstätten, Ian Crockford, wurde vom WSJ mit der Aussage zitiert: “The sport is progressive, the sport science behind it is progressive. You want to give the athletes the right environment to help them achieve their goals.” Außerdem kam Goldschwimmer Michael Phelps zu Wort, dem das angeblich alles ganz egal war: “A pool is a pool.”

“26 Kilometer Holz aus Sibirien”

Die Süddeutsche lese ich gerne und oft. Gestern auch. Auf der ersten Sportseite fiel mir ein Artikel von Jürgen Schmieder ins Auge: “56 Kilometer Holz aus Sibirien”. Das Thema kam mir sehr bekannt vor. Auch im SZ-Artikel kam irgendwann Ian Crockford zu Wort, mit demselben Zitat, das mehr als eine Woche zuvor schon das WSJ gebracht hat (natürlich übersetzt): “Sport entwickelt sich weiter”, sagt er, und damit auch die Sportwissenschaft, die dahinter steckt. Man versucht also, dem Athleten ein Umfeld bereitzustellen, in dem er seine Ziele erreichen kann.”

Beim Lesen der Crockford-Zitate dachte ich, aha, jetzt schreibt die SZ gleich “sagte er dem Wall Street Journal”. Kam aber nicht. Stattdessen stand auch das übersetzte Zitat von Michael Phelps drin (“Ein Pool ist ein Pool”). Und es ging um dieselben Technik-Tricks beim Schwimmbecken, um Temperatur, Luftdruck und das sibirische Holz im Velodrom und so weiter.

Die Indizien waren klar – für mich…

Für mich waren die Indizien klar und es stand fest: Die SZ hat beim WSJ abgeschrieben, den eine Woche alten Text übersetzt, ein bisschen gekürzt, und neu zusammengestückelt. Fertig ist das Autorenstück.

Als normaler SZ-Leser fühlte ich mich etwas verschaukelt. Als Branchenkollege wusste ich hingegen von vielen Diskussionen in deutschen Medienhäusern um die immer noch geführte unsägliche Frage, ob und wie man Konkurrenten zitieren/erwähnen/verlinken sollte. Meine Devise: volle Transparenz. Die Leser/Kunden/Nutzer wissen doch, dass es auch noch andere Medien gibt. Und seit es das Internet gibt, ist die Konkurrenz ja sowieso nur einen Klick entfernt (ein bisschen was dazu in diesem Ruhrbarone-Interview).

Nun, bei Twitter habe ich den SZ-Text gestern ein krasses Plagiat genannt.

Professionelle Reaktion der Redaktion

Dann folgte: eine professionelle Reaktion der SZ. Der Autor meldete sich per DM und fragte nach meiner Mailadresse. Daraufhin schrieb er mir eine lange Mail und konnte meinen Vorwurf absolut entkräften. Des Rätsels Lösung: Die Informationen und Crockford-Zitate stammten aus einer oder mehreren offenbar mäßig besuchten Pressekonferenz(en). Weil zwischen den Veröffentlichungen im WSJ und in der SZ mehr als eine Woche lag und die Olympischen Spiele ja längst beendet sind, bin ich überhaupt nicht auf den Gedanken gekommen, die SZ-Infos könnten noch aus einer (alten) Olympia-PK stammen. So war es aber. Mein Fehler. Mist.

Heute muss ich mich also in der Disziplin des Olympischen Zurückruderns üben und feststellen, dass mein Vorwurf falsch war. Sorry, SZ. Entschuldigung, Jürgen Schmieder. Wenn wir uns mal irgendwo treffen, geht das Bier auf mich.

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Forum Lokaljournalismus – ein Klassentreffen in Bremerhaven #folo12

Bremerhaven (Bild von www.forum-lokaljournalismus.de geklaut)

Bremerhaven (Bild von http://www.forum-lokaljournalismus.de geklaut)

Ich war erst ein Mal in Bremerhaven – damals auf Klassenfahrt mit der Schule. Ab Mittwoch bin ich wieder dort. Der Anlass ist zwar keine Klassenfahrt, aber irgendwie ein Klassentreffen: das 20. Forum Lokaljournalismus. Titel: “Faszination Lokaljournalismus. Demokratie braucht Leitmedien”.

Im Programm (PDF) geht es vor allem um die Fragen und Probleme der Lokal- und Regionalzeitungsbranche, also die bekannten Herausforderungen und Chancen in der digitalen Welt:

  • Knapp daneben ist auch vorbei – schreibt endlich, was uns interessiert!
  • Moment mal – Plädoyer für mutigen Lokaljournalismus
  • X-Media: Wege in die crossmediale Zukunft in Lokalredaktionen
  • Qualität und Service: Lösungen am Desk
  • Chance mobile Gesellschaft? Mobilkommunikation als Geschäftsmodell
  • Karriere bei der Zeitung – wo gibt’s denn sowas?
  • Global lokal – wie Lokalzeitung zur Debattenplattform wird

Gastgeber sind die Nordsee-Zeitung und die Bundeszentrale für politische Bildung. In den letzten Wochen musste das Programm allerdings noch geändert werden. Denn eigentlich hätte Bundespräsident Christian Wulff den Eröffnungsvortrag halten sollen. Nach seinem Rücktritt kommt nun sein Nachfolger als niedersächsischer Ministerpräsident, David McAllister. Er spricht darüber, wie wichtig ihm die Heimatzeitung ist. Das passt gut ins Programm, denn McAllister wohnt in Bad Bederkesa. Seine Heimatzeitung ist die Nordsee-Zeitung.

Einen spannenden Blick über den Tellerrand verspreche ich mir vor allem von zwei internationalen Referenten: Torry Pedersen (@torryp), der Herausgeber und Geschäftsführer von Verdens Gang aus Norwegen, treibt dort die Integration von Print und Online maßgeblich voran. Sein Thema am Donnerstagmorgen: Multimedia bringt Gewinn – innovativer Desk und Lesernähe. Am Donnerstagabend wird Clark Gilbert, einer der Bosse von Deseret Media, per Webcam zugeschaltet. Gilbert ist ein Provokateur und hat in seiner Zeit als Professor an der Harvard Business School herausgefunden, dass in Zeiten des großen Umbruchs (“Disruption”) in einer beliebigen Branche nur etwa neun Prozent der Unternehmen überleben. Sein Thema: zerstörerische Innovation – mit neuen Produkten zum Marktführer.

Ein Vorgeschmack auf diese Referenten:


Bleibt noch, das Hashtag zu klären. Ich schlage #folo2012 vor.

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Ostroplog-Links rund um das Forum Lokaljournalismus:
#folo2010: Nach- und Nebenwirkungen
Umfrage: Was ist Ihr Medientrend 2010?
Twitter & Co: Kommunikation 2015 und die Rolle der Lokaljournalisten
Zwischen Lindenbäumen und freien Würstchen – Auftakt zum Forum Lokaljournalismus 2010

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72 Stunden unter Beschuss: So gefährlich ist die Berichterstattung aus Syrien

72 Hours Under FireDas Schlachten in Syrien geht unvermindert weiter, die internationale Gemeinschaft kann oder will sich offensichtlich nicht auf ernsthafte Versuche einlassen, den Wahnsinn zu stoppen. Umso wichtiger ist es, dass Journalisten unabhängig aus Syrien berichten. Dabei riskieren sie ihr Leben. CNN zeigt jetzt, wie gefährlich es ist, aus der Rebellenhochburg Homs zu berichten.

Die Dokumentation “72 Hours Under Fire” (“72 Stunden unter Beschuss”) begleitet das Team um Korrespondentin Arwa Damon (@arwacnn), Fotograf Neil Hallsworth und Sicherheitsberater Tim Crockett.

Auf CNN International läuft der Film am Freitag (9.3.) um 21 Uhr (CET). Wiederholungen gibt es am Samstag (10.3.) ebenfalls um 21 Uhr, am Sonntag (11.3.) um 12 Uhr.

Link zum Trailer: 72 Hours Under Fire

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Wahnsinniger Werbespot des Guardian

Nach fünfmonatiger Pause wollen wir mal wieder etwas Leben in dieses angestaubte Blog bringen, was?

Starten wir mal locker mit Alan und dem Wolf, einem neuen Werbespot des Guardian aus England. Im Mittelpunkt steht die Tatsache, dass der Guardian auf allen Kanälen sendet und empfängt. Warum dieser Spot gleichzeitig ein Lehrstück für den Medienwandel ist, haben die KollegInnen der taz hier aufgeschrieben.

Ich finde es schon wahnsinnig, was das für eine teure Video-Produktion gewesen sein muss. Vor dem Hintergrund der Digital-First-Print-Last-Strategie allerdings sinnvoll – schließlich wird der Spot verlinkt, embedded, geliked und was weiß ich nicht noch alles. Quod erat demonstrandum in diesem Blog.

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Apropos taz und Werbespot: Dieser geile Clip ist schon fast vergessen…

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Ostroplog-Links rund um den Guardian:
Zeit-Debatte mit Guardian-Chefredakteur Alan Rusbridger
Der nächste Kracher von Obamas Pressesprecher

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