ostroplog – Das Weblog von Philipp Ostrop

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Die Medien-Revolution gewinnt an Fahrt

Anthrax-Alarm bei Twitter

Anthrax-Alarm bei Twitter

Die Medienwelt wandelt sich dramatisch. In meinem Job als Chef eines medienkonvergenten Newsrooms – also an der Schnittstelle zwischen alter Zeitungs- und neuer Online-Welt  – merke ich dies immer stärker. Die Revolution läuft, und wir fachen sie täglich ein bisschen stärker an (übrigens sehr erfolgreich).

Heute ist wieder so ein Tag, an dem der Wandel unübersehbar ist.

Beispiel 1: Das Zeitungssterben in den USA. Fast jeden Tag muss dort eine renommierte Regionalzeitung Insolvenz anmelden. Ganz dramatisch scheint es allerdings nun in Kalifornien zu sein, wo der San Francisco Chronicle nur noch wenige Wochen Zeit hat, um sein Überleben mit einem Sparkonzept zu sichern. Sollte dies nicht klappen, würde bei der größten Zeitung Nordkaliforniens mit einer Auflage von 340.000 Exemplaren die Lichter aus gehen Druckmaschinen abgeschaltet. Die 144-jährige Geschichte des Traditionsblattes wäre beendet.

Die Folge: San Francisco (immerhin 800.000 Einwohner) wäre die erste US-Großstadt ohne lokale Tageszeitung im herkömmlichen Sinn. Denn die einzige andere Tageszeitung der Stadt, der San Francisco Examiner (Website), ist im Jahr 2004 verkauft worden (für 100 Dollar!!!) und versucht sein Glück nun als Gratisblatt.

Beispiel 2: Twitter. Dass der Microblogging-Dienst Twitter bei „Breaking News“ viel schneller ist als die etablierten Medien, wissen wir spätestens seit den Anschlägen in Bombay oder der Notlandung auf dem Hudson-River in New York. Doch heute war Twitter auch fast schneller als die etablierten Medien in Dortmund. Denn es gab heute „Anthrax-Alarm“ bei den Dortmunder Stadtwerken. Wie immer war es nur irgendein weißes Pulver, was gefunden wurde, und nicht der Milzbrand-Erreger.

Unser Reporter war natürlich vor Ort. Zuerst gemeldet worden ist der Alarm allerdings von den Kollegen von derWesten.de. Doch nur eine Minute später war es eine „normale“ Twitter-Userin, die den Anthrax-Alarm in alle Welt herauszwitscherte. Neun Minuten später sind wir dann angetwittert worden mit der Frage, warum wir eigentlich noch nicht berichten.

Beim „Anthrax-Alarm“ hatte zumindest ein etabliertes Medium heute noch einen 60-Sekunden-Vorsprung gegenüber der Masse der User. Lange wird dieser Vorsprung nicht halten…

Verrückte Welt. Ich hoffe nur eines: Dass die Revolution nicht ihre Kinder frisst.

Update 23.13 Uhr: Interview zum Thema mit Medienberater Joachim Blum in der FR. Ich nehme an, er hat die FR bei der Restrukturierung begleitet…

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Hilfe, ich brauche einen PI-Bringer!!!

Aaah, meine Zugriffe...

Aaah, meine Zugriffe...

Verdammt, ich brauche schnell einen PI-Bringer! Meine Zugriffe gehen in den Keller! Wahrscheinlich lungert jeder Internet-User in den Karnevals-Fotostrecken herum, statt mein Blog zu bevölkern.

Also: Worüber soll ich schreiben? Was wollt Ihr lesen? Schnell!!! Ich blogge on demand.

Update 15.43 Uhr: Mir wird gerade per Mail vorgeschlagen, folgende Fotostrecke zu machen: „Jecke Schlampen – wie der Dortmunder Karneval wirklich ist!“ Klar, mache ich, nur wo kriege ich die Fotos her??

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Journalistenpreis gewonnen – trotz Newsdesk!

Yes we can!

Yes we can!

Ein Newsdesk ist ein riesengroßer Mist. Das muss stimmen, schließlich hört und liest man es seit Jahren. Eigentlich dachte ich, dass diese Anti-Haltung unter Medienmenschen langsam ausgestorben wäre. Doch hin und wieder flackert sie noch auf, wie beispielsweise bei der Frankfurter Rundschau, wo ein Lokalredakteur das Newskdesk-Modell ablehnt – weil es eine Neuerung ist, und alle Neuerungen total doof sind (zu sehen hier im Video, oder ist das ein Fake?). Das kann man auch lesen im  Medienmoral-Blog, in dem die Umstrukturierungen der WAZ-Mediengruppe gegeißelt werden. Dort wird die Frage gestellt, ob an regionalen Newsdesks menschenwürdiges Arbeiten möglich ist.

Nun, an dieser Stelle kann ich weltexklusiv verkünden: Ja. Menschenwürdiges Arbeiten am Desk ist möglich. Ich würde sogar noch weiter gehen und mich an dieser Stelle outen: Ich bin ein glühender Verfechter der „Idee Newsdesk“ bei der Arbeitsorganisation von Medienhäusern. Gut, das mag möglicherweise daran liegen, dass ich einen solchen regionalen Newsdesk leite und dafür sogar Geld kriege. Das mag aber auch daran liegen, dass ich die großen Potenziale sehe, etwa wenn sich Journalisten spezialisieren (beispielsweise als Experten für die Herstellung von lokalen multimedialen journalistischen Inhalten oder als Experten für die Weiterverarbeitung und Verbreitung dieser Inhalte).

Professor Meier

Professor Meier

Mit dieser Einstellung stehe ich nicht alleine da, Professor Dr. Klaus Meier hat es hier beim Forum Lokaljournalismus wunderbar erklärt.

Ein funktionierender Desk kann die Grundlage für Qualitätsjournalismus sein – und zwar auch im Lokalen. Ich bin froh und stolz, dass die Jury des Wirtschaftsjournalistenpreises der Volks- und Raiffeisenbanken dies auch so sieht – und mein Team zu den Preisträgern 2008 gehört!

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Krasse Nummer: Rebellen starten Kamikaze-Attacke auf Colombo

Flak-Feuer über Colombo (Copyright: iReport.com)

Flak-Feuer über Colombo (Copyright: iReport.com)

Kurz nach dem Tsunami in Asien am zweiten Weihnachtstag 2004 bin ich mit einem Kollegen nach Sri Lanka geflogen, um über die dramatische Katastrophe zu berichten und eine Hilfsaktion unseres Verlages zu organisieren. Wir haben, mit der großen Unterstützung unserer Leser, das Dorf Kalladdie im Osten Sri Lankas zu einem großen Teil wieder aufbauen können. Ein paar Bilder gibt’s hier und hier auf meiner alten Website.
Drei Mal waren wir in Sri Lanka. Der erste Trip war chaotisch wegen des Tsunami, die anderen beiden Trips waren gefährlich wegen der sich damals verschlechternden Sicherheitslage.

Die Piloten (Foto: LTTE)
Die Piloten (Foto: LTTE)

Heute haben offenbar die Tamil Tigers, die für einen eigenen Staat für die ethnische Minderheit kämpfen, Luftangriffe und eine Kamikaze-Attacke auf die Hauptstadt Colombo geflogen. Ein erstes Foto vom Abwehr-Feuer der Armee hab ich bei CNN gefunden. Mal gucken, ob ich am Montag mit unserem Kontaktmann Anthony sprechen kann. Dann gebe ich hier ein Update.

Update 21. 2., 22.50 Uhr: Die Tamil Tigers haben ein lustiges Foto der Piloten veröffentlicht…

 

 

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Frei nach Obama: Yes, Weekend! Videotipps fürs Wochenende

Quizfrage: Wer ist Harmann?

Quizfrage: Wer ist Harmann?

Schneebälle auf Bank-Mitarbeiter

Schneebälle auf Bank-Mitarbeiter

Playstation vs. WII

Playstation vs. WII

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WDR-Beitrag über Dortmunder Dönerjecken

WDR-Beitrag

WDR-Beitrag

Hab in der WDR-Mediathek einen Beitrag über die Dortmunder Dönerjecken gefunden. Angeblich wollen jetzt auch CNN und BBC eine Geschichte machen…

Wer die Dönerjecken sind? Hintergrund gibt’s hier, hier und natürlich hier.

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Nichts für ungut, VOX

VOX-Schelte

Am Sonntag habe ich auf VOX eingedroschen, weil die eine Kochsendung (Promi-Dinner) mit der bekannten Ex-Prostituierten Domenica gesendet haben – obwohl die ein paar Tage vorher verstorben war. Das fand ich total geschmacklos.

Nun schrieb mir Medien- (und Bild)blogger Stefan Niggemann, dass die Sendung Absicht war. Die Wiederholung stamme aus dem Jahre 2008 und sei extra aus Anlass des Todes  gesendet worden.

Ok, sorry VOX. Nichts für ungut. Aber: Mal abgesehen davon, dass man während der Sendung nichts von der Kondolenz-Wiederholung gemerkt hat – eine absolut schwachsinnige Show war es trotzdem. Aber wenigstens mit einem guten Motiv.

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Was ist eigentlich Twitter?

David Pogue (NYT) erklärt Twitter

David Pogue (NYT) erklärt Twitter

Was ist eigentlich Twitter? David Pogue von der New York Times erklärt es – natürlich bei mir im Blog. Und die Übersetzung gibt’s hier.

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Fußballgipfel war ein Volltreffer, Live-Stream auch

Fußballgipfel - das "Making of"

Fußballgipfel - das "Making of"

Punktlandung. Unser Fußballgipfel am Montagabend beim SV Herbern hat super funktioniert – unsere Live-Stream-Premiere auch. Wir konnten ein TV-Signal abgreifen, weil mehrere Kamerateams den Abend mitgeschnitten haben. Mehrere überregionale Zeitungen und Nachrichtenagenturen waren ebenfalls da – und irgendwo sprang auch noch ein Radio-Mann rum. Sobald es etwas zu verlinken gibt, werde ich das tun.

Der Chef der Deutschen Fußball-Liga, Reinhard Rauball, war persönlich vor Ort, FLVW-Direktor Carsten Jaksch-Nink war per Telefon zugeschaltet. Beide hatten interessante Nachrichten zu verkünden, teilweise brandheiß aus der DFB-Zentrale in Frankfurt. Eines steht fest: Der Konflikt zwischen Bundesliga und Amateur-Klubs ist noch lange nicht beendet, sondern geht womöglich gerade erst los…

Der Live-Stream hat super funktioniert. Wir haben während der Veranstaltung etwa 30 bis 35 Anfragen und Kommentare von User bekommen, die sich die ganze Sache im Netz angeschaut haben. Ein paar Fragen konnten wir direkt an Rauball weitergeben und live beantworten lassen. Ein paar User (und die Konkurrenz) haben mir  getwittert und Fragen gestellt.

Bis auf ein paar ganz kurze Aussetzer war der Stream eine sichere Kiste. Und angeblich sehe ich im Fernsehen dünner aus als in Realität, haben mir ein paar Leute gesimst.

Ich hab mal ein kleines „Making of“ gedreht. Alle offiziellen Infos sowie den kompletten Abend im offiziellen Video-Mitschnitt gibt’s im Online-Special auf RuhrNachrichten.de

Update 14.16 Uhr: Jetzt haben Financial Times und Frankfurter Rundschau die dpa-Geschichte über den Fußballgipfel online.

Update 19.07 Uhr: Der Artikel von Felix Meininghaus für die Frankfurter Rundschau.

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Heute versuchen wir mal einen Live-Stream…

Heute kommts zum Fußballgipfel

Heute kommts zum Fußballgipfel

Heute Abend treffen in Ascheberg-Herbern zwei Welten des Fußballs aufeinander: Vertreter von Amateurklubs aus der Region diskutieren mit DFL-Chef Dr. Reinhard Rauball über das geplante dritte Sonntagsspiel der Bundesliga. Die Vereine fürchten dadurch weitere Zuschauerverluste am Fußballplatz…

Wir haben Rauball und die Vereinsmenschen eingeladen – und versuchen einen Live-Stream. So ab ca. 19 Uhr sollte der auf RuhrNachrichten.de laufen. Ich bin gespannt, ob wir das hinkriegen…

Alles zum Fußballgipfel und den Live-Stream gibt’s hier.

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Gezwitscher @PhilippOstrop

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