ostroplog – Das Weblog von Philipp Ostrop

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So sehen Preisträger aus

So sehen Preisträger aus. Foto: Stepniak für RWGV

So sehen Preisträger aus. Foto: Stepniak für RWGV

Dann haben wir uns doch glatt am Sonntag den Journalistenpreis der Volks- und Raiffeisenbanken abgeholt. Mehr Infos hier, hier und hier im Video. Die offizielle Seite ist leider noch nicht aktualisiert.

Auf dem Foto von links nach rechts: Philipp Ostrop, Peter Fiedler (Lokalchef in Lünen), Michael Baus (Editor am Desk), Günther Goldstein (Fotograf) und Ernst Henzl, Vorstandsmitglied der Volksbank Waltrop. Nicht auf dem Foto, aber trotzdem ausgezeichnete Preisgewinner: Beate Rottgardt, Magdalene Quiring-Lategahn, Didi Hirsch, Charly Knepper, Ludwig Overmann (alle aus der RN-Lokalredaktion Lünen) sowie das komplette Team am RegioDoDesk.

Und hier noch ein PreisUrkundenträger-Foto.

Der Preis-Träger

Der Preis-Träger

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Das Foto zur Medienrevolution

Time Magazine: Symbolik at its best

Time Magazine: Symbolik at its best

Die traditionsreiche US-Regionalzeitung Seattle Post-Intelligencer hat vor 10 Tagen das Erscheinen auf totem Holz Papier eingestellt, wie die Leser von Ostroplog natürlich längst wissen

Nun hat das Time Magazine auch berichtet – und zwar mit einem sensationellen AP-Foto. Drei Leute warten (vermutlich auf den Flieger). Einer liest Zeitung, nämlich den Seattle Post-Intelligencer – und die beiden anderen beschäftigen sich mit ihrem Notebook. Symbolik at its best.

Über das Publizieren auf Papier schreibt Time: „A paper (…) has presses and trucks and lifestyle reporters; comic strips, critics and recipes; the DIY column, beat writers, the sports pages, an investigative team, the statehouse bureau, a squad of chin strokers on the editorial board and that older fellow who writes a „light“ column that hasn’t been funny for years. That’s a lot of overhead.“

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Slideshow und Doppelseite: Print-Online-Doppelpass mit Synergie-Effekt

In Print: Fotoreportage auf einer Doppelseite

In Print: Fotoreportage auf einer Doppelseite

Selbstbeweihräucherung hat in Blogs wie diesem eigentlich nichts zu suchen. Jetzt muss es doch mal sein, denn wir haben heute in den Ruhr Nachrichten einen echt guten Print-Online-Doppelpass gespielt, wie ich finde.

Im Netz: Audio-Slideshow

Im Netz: Audio-Slideshow

Ein Fotograf ist in unserem Auftrag einen Tag lang im ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 8 mitgeflogen. Für die Zeitung haben wir den Alltag der Luftretter in einer Fotoreportage auf einer Doppelseite dargestellt. Und fürs Netz haben wir eine Audio-Slideshow produziert (der Klassiker per Soundslides). Sie ist vielleicht zwei oder drei Minuten zu lang, aber sicherlich eindrucksvoll.

Und das Beste ist: Das Einsatzgebiet des Rettungshubschraubers umfasst weite Teilen unseres Verbreitungsgebietes. Deswegen konnte die Doppelseite heute in den Ausgaben Lünen, Selm (mit Olfen, Nordkirchen) und Werne (inkl. Herbern) laufen. In den nächsten Tagen sind die anderen Ausgaben dran.

Wenn man so will, ist es ein Print-Online-Doppelpass mit Synergie-Effekt. Gar nicht so übel…

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Monocle: Deluxe-Premium-Content, mindestens!

The Monocle Weekly

The Monocle Weekly

Zufällig bin ich auf Monocle gestoßen. Das ultra-stylische internationale Magazin erscheint als Print-Produkt zehn Mal im Jahr. Zwischendurch wird es als Online-Magazin ständig aktualisiert. Und es gibt jeden Sonntag eine Radio-Show (The Monocle Weekly) als Podcast.

In der aktuellen Sendung ging es um den Medienwandel. Zu Gast waren unter anderem der Zeitungs-Designer, -Rethinker und Blogger Mario Garciá und eine Dame von ABC.

Die Seite sieht nach Premium aus – und der Inhalt ist es auch! Wenn das kein Deluxe-Content ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Also: Anhören!

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Skandal: Reporter sollen Überschriften-Vorschlag machen

Als nächster Schritt bei der digitalen Integration der Financial Times müssen die Reporter nun auch Vorschläge für Überschriften machen und Links für’s Netz mitbringen. Ich frag mich: Warum, bitteschön, war das nicht schon immer so?

Jedenfalls ist diese Neuerung dem Guardian eine Berichterstattung und einigen Leser sogar eine Diskussion wert. Und ich dachte, so was Unwichtiges würde nur im WAZ-Protestblog debattiert.

Update 23. 3., 23.35 Uhr: Nun sind zwei interne FT-Dokumente durchgesickert, in denen die Neuausrichtung deutlich wird. Im Produktionsprozess soll zukünftig die Online-Nachricht im Mittelpunkt stehen. Die beiden Dokumente zum neuen 3-C-Workflow (Create, Craft, Complete) gibt’s hier und hier.

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Zwischendurch mal eine gute Nachricht: Investor für US-Zeitung gefunden

San Diego Union-Tribune

San Diego Union-Tribune

Nach dem Tod der gedruckten Ausgabe der Rocky Mountain News (mehr dazu hier) und des Seattle Post-Intelligencer (mehr hier) erreicht uns eine gute Nachricht von der taumelnden US-Zeitungsbranche. Die San Diego Union-Tribune (Auflage 300.000, 40 Prozent weniger Anzeigenerlöse seit 2006) hat einen Käufer gefunden. Eine Heuschrecke Investmentfirma (Platinum Equity) aus Beverly Hills hat das Blatt gekauft, wie der Guardian berichtet.

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Verdammt

Verdammter Zahlendruck

Verdammter Zahlendruck

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Ich leite jetzt ein Herausgeber-Gremium – glaubt epd

Es ist interessant, wer alles über den Journalistenpreis der Volks- und Raiffeisenbanken berichtet (zu den Preisträgern in diesem Jahr gehört mein Team – mehr dazu hier und hier). Vor ein paar Tagen hat auch der Evangelische Pressedienst epd eine Meldung rausgejagt  – und mir einen ungeahnten Karrieresprung verschafft.

Ich zitiere: „Phillipp Ostrop (ein „l“ zu viel…) von den „Ruhr-Nachrichten“ wird gemeinsam mit den Reportern der Lokalredaktion Lünen sowie den Herausgebern am „RegioDoDesk“ in Dortmund für den Beitrag „Blickpunkt Kraftwerksbau in Lünen“ gewürdigt. „

epd ist ja lustig! Die haben „Editor“ mit „Herausgeber“ übersetzt. Vom branchenüblichen Reporter-Editor-Modell hat dort offenbar noch niemand was gehört. Da ich Desk-Chef bin, leite ich nun also ein Herausgeber-Gremium, möglicherweise so wie bei der FAZ. Coole Nummer – ich fürchte allerdings, dass das ganz schön nervig ist. Immer diese Streitereien im Elfenbeinturm, ob man jetzt im Feuilleton mal die gesamte Genomsequenz eines Menschen abdrucken sollte oder nicht. Und warum hat mir das der Verleger nicht persönlich gesagt?

Naja, egal. Ich schreib’s mal in meinen Lebenslauf.

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Und noch mehr Medienwandel

FAZ-Blog

FAZ-Blog

Kaum schreibe ich, dass die Medienrevolution an Fahrt gewinnt, merken es auch die Amis. In der regelmäßigen Untersuchung  „State of the News Media“ des Pew Researchs Center’s Project for Excellence in Journalism (super Name) kommt heraus: Internet, Internet und nochmals Internet.

FAZ-Netzökonom Holger Schmidt hat die Untersuchung hier in seinem Blog ausgewertet. Kernbotschaft: „Die Zahl der Menschen, die das Internet als regemäßige oder gar wichtigste Nachrichtenquelle ansehen, ist sprunghaft gestiegen und hat dabei die Zeitungen überholt.“

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Zeitungssterben: Die nächste, bitte…

Die Schließung wird verkündet

Die Schließung wird verkündet

Zack bumms, da hat’s die nächste US-Regionalzeitung erwischt. Der Seattle Post-Intelligencer (146 Jahre alt, Auflage 117.000) erscheint am Dienstag zum letzten Mal. Zukünftig sollen die Nachrichten nur noch im Netz verbreitet werden – mit 20 Journalisten und 20 Online-Anzeigenvertretern.

Und das nächste Opfer der Zeitungskrise Medienrevolution steht schon bereit: Wenn bis Ende der Woche kein Käufer für den Tucson Citizen (Auflage 17.000)  gefunden wird, werden die Rotationen dort ebenfalls gestoppt. Anfang des Monats hatte schon die Rocky Mountain News das Erscheinen eingestellt.

Mehr über das Zeitungssterben in den USA gibt’s auf Newspaper Death Watch.

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Gezwitscher @PhilippOstrop

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