Mal darüber nachdenken:
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30. September 2009 • 08:21 0
Mal darüber nachdenken:
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21. September 2009 • 21:55 0
Für alle, die es noch nicht gesehen haben:
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• 07:37 0
Der Umzug meiner Redaktion aus dem Erdgeschoss in die dritte Etage unseres Dortmunder Pressehauses lässt mir gerade viel zu wenig Zeit zum Bloggen. Deshalb hier mal wieder zwei Video zum Thema Medienrevolution und eines zum Krieg zwischen CNN und FOX – denn Ihr wisst ja: Große Videos sind schnell geschrieben.
Und das Ding müsst Ihr auch noch sehen. Meine Herren, was ist denn da los??
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13. September 2009 • 15:20 49
Die Phänomene und Netzwerke, die unter dem Begriff Social Media zusammengefasst werden, können ein Segen für die Gesellschaft sein. So entwickelte sich der Kurznachrichtendienst Twitter nach den umstrittenen Wahlen im Iran zum Protestmedium und Koordinationswerkzeug. Oder nehmen wir Wikipedia, die Mitmach-Enzyklopädie, die auf Schwarmintelligenz beruht. Prinzip: Jeder ist Experte auf irgendeinem Wissensgebiet – und per Internet können sich diese Amateur-Experten zusammenschließen und ihr Wissen zusammentragen. Ein ganzer Schwarm ist insgesamt intelligenter als jedes einzelne Schwarm-Mitglied, und durch dynamische Prozesse oft auch intelligenter als die Summe seiner Mitglieder.
Am Samstagabend konnten deutsche Internetnutzer jedoch beobachten, wie dieser Schwarm über ein einzelnes Opfer herfiel. Man konnte live dabei sein, wie sich die Zuschauer der Pro7-Sendung „Schlag den Raab“ an einem grenzenlosen Massen-Mobbing im Internet beteiligten. Alle gegen den Kandidaten Hans-Martin, der in der Sendung in mehreren Spielen gegen Raab antrat und der Mehrzahl der Zuschauer (auch mir persönlich) höchst unsympathisch war. Er war noch stärker von Ehrgeiz angetrieben als der knallharte Geschäftsmann, Ehrgeizling und Egomane Stefan Raab. Er feuerte sich ständig selbst an, reagierte irrational und gleichzeitig überheblich. Nun gut, dachte man sich vor dem Fernseher, befreundet sein möchte man mit Hans-Martin nicht. Aber diesem Kandidaten zuzuschauen war schon amüsant.
Was jedoch in den sozialen Netzwerken abging, glich fast einem virtuellen Pogrom – einer Massenausschreitung, die nicht gegen eine Minderheit, sondern gegen eine einzelne Person gerichtet war. In der Anonymität der Masse schaukelten sich die öffentlichen Demütigungen und Beschimpfungen hoch. Der Schwarm ersann mit den Mitteln des Web 2.0 immer neue Mobbing-Methoden.
Nachdem die Twittergemeinde zunächst mit dem Hashtag #sdr (=Themenbezeichnung „Schlag den Raab“) gezwitschert hatte, einigte man sich dann schnell auf #Hassmartin. Der Kandidat wurde niedergemacht, was das Zeug hielt. Drei Beispiele von mehreren tausend:
Ja, #Hassmartin ist echt Scheiße.
da fällt mir nur eines ein #arschloch #sdr #hassmartin
Also wenn ich stefan würde, würde ich #Hassmartin nach der show mal ordentlich die fresse polieren
D
Während sich viele User dumpf immer neue Beleidigungen einfallen ließen, sicherte sich jemand den Twitter-Account @Hassmartin – und zwitscherte aus der Perspektive des ungeliebten Raab-Kontrahenten. In kürzester Zeit hatte dieser Mensch hunderte Follower. Gleichzeitig kursierten über Twitter unvorteilhafte Screenshots und Videoclips von Hans-Martin. Dann suchte und fand jemand das private StudiVZ-Profil des Kandidaten. Der Link geisterte fortan durch die Netzwerke.
Im offiziellen Pro7-Forum schaukelte sich die Stimmung ebenfalls gegen Hans-Martin hoch. Dort ließen die Webmaster zu, dass die Nutzer im Sekundentakt Hasstiraden gegen den Kandidaten der eigenen Show abließen („Haut dem aufs Maul“, 23.44 Uhr).
Um 22.50 Uhr gründete jemand auf StudiVZ „Die große Anti-Hans-Martin Gruppe“. 40 Minuten später hatte sie 334 Mitglieder, kurz nach Mitternacht waren es 659 „Freunde“. Nicht ganz so schnell ging es bei Facebook. Der dortigen Gruppe „Ich könnte Hans-Martin pausenlos die Fresse polieren!!!!“ waren um 23.40 Uhr 140 Mitglieder beigetreten.
Bei Spreadshirt konnten T-Shirts bestellt werden. Die Aufdrucke: “Deine Mudder heisst Hans-Martin“, „Komm schon Hans-Martin“, „I survived Hans-Martin“.
Übrigens: Hans-Martin hat Raab knapp geschlagen und 500.000 Euro Preisgeld gewonnen. Es ist Schmerzensgeld für das, Entschuldigung, Arschloch-Verhalten des Kollektivs.
Der Schwarm hat moralisch versagt. Unsocial Media!
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Das Thema wird auch an anderen Stellen diskutiert und beschrieben:
Richard Gutjahr (BR Chefredaktion): Fremdschämen bei und für „Schlag den Raab
community-management.de: Wo war das Community Management?
seo-united.de: Hassmartin – der Tag danach
Niggemeier auf FAZ.net: Wie man eine halbe Million er- und alle Sympathien verspielt
Spiegel online: Raab verliert, ProSieben gewinnt
ethority.de: Blogschau: Hassmartin, Twitter-Pöbel und die Blog-Reaktionen
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Update 14.9., 9.27 Uhr: Mittlerweile gibt es www.hassmartin.de. Thema: Die Macht von Social Media.
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11. September 2009 • 19:03 0
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Gestern und heute war ich Teilnehmer der 13. MediumMagazin-Chefrunde. Schauplatz war die Rhein-Zeitung in Koblenz, Hauptthema war Social Media.
Es war spannend. Allerdings waren die Inhalte „unter drei“ – also nur für den Hinterkopf und nicht zum Weitersagen. Nur in den RaucherTwitterpausen haben wir mal etwas rausgezwitschert. Guckst Du hier bei Twitter: #mmcr.
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10. September 2009 • 08:22 0
Heute und morgen treibe ich mich bei der #mmcr in Koblenz rum. Damit Ihr auch etwas zu tun habt, kommt hier ein zweieinhalb Jahre altes Video. James Nachtwey, einer der größten Kriegsfotografen aller Zeiten, erzählt über sein Leben. Er sagt: Ein gutes Kriegs-Foto ist immer auch ein Anti-Kriegs-Foto.
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6. September 2009 • 15:09 0
Neulich habe ich an dieser Stelle über NowPublic.com aus Vancouver geschrieben, das größte Netzwerk für lokale Mitmach-News. Per Twitter war ich auf das hochinteressante Video-Interview mit NowPublic-Gründer Michael Tippett gestoßen, das Ulrike Langer geführt hatte.
Nun lese ich, dass NowPublic geschluckt worden ist – und zwar vom Konkurrenten (?) Examiner.com. In der Pressemitteilung heißt es, Examiner.com sei die Lösung für das „hyperlocal puzzle“.
(Thanks for the info, Peter!)
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• 14:33 1
Jacek Utko kommt aus Polen und ist Zeitungsdesigner. Er behauptet: Durch ein Re-Design (inkl. Re-Thinking…) kann eine Zeitung gerettet werden. Hören wir uns doch mal seine Argumente an:
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