#folo2010: Nach- und Nebenwirkungen

Das 18. Forum Lokaljournalismus in Dortmund war eine spannende Tagung – und hat deshalb gewisse Schwingungen hinterlassen. Einige Teilnehmer haben darüber gebloggt und getwittert (hier meine Blogposts, hier diejenigen vom Kollegen Weckenbrock) – und damit eigentlich nur wie die Deppen die Kanäle im WWW volgeplappert. Das meint jedenfalls der ebenfalls anwesende Chefredakteur des Darmstädter Echo, Jörg Riebartsch, in diesem unfassbar überheblichen waghalsigen Artikel, der gestern in Print und Online erschienen ist: Lokaljournalismus: Stochern im Nebel 4.0. Dazu ist eigentlich alles gesagt, vor allem von textclip.de und Tobi Weckenbrock.

Viel interessanter: Kollegin Inge Seibel hat damit begonnen, die geflippte Schlussdiskussion hochzuladen. Teil 1 und 5 sind schon da. Thema: „Lokalzeitung 2020 – Leitmedium oder Auslaufmodell“. Merkwürdige Anekdote am Rande: Zeitgleich zum #folo2010-Auftakt am Mittwochabend (27.) hat Apple-Chef Steve Jobs in den USA das iPad vorgestellt. Bei der #folo2010-Abschlussdiskussion am Freitagmorgen erklärte WR-Chefredakteur Malte Hinz allen Ernstes, dass er das iPad schon längst in der Hand gehabt habe – zum Erstaunen des Podiums und des Plenums. Zu sehen in Teil 5 bei Minute 7:45.

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2 Antworten zu #folo2010: Nach- und Nebenwirkungen

  1. Christian Lindner schreibt:

    Obwohl ich die im angesprochenen Text geäußerten Thesen des Chefredakteurs-Kollegen Riebartsch teils nicht teile, obwohl er mit seiner Kritik an twitternden Journalisten auch mich oder Kollegen wie mich meinen dürfte, eins sollten wir sehen:

    Es hilft beim Bedenken und Bewerten neuer Entwicklungen wie Print goes Web2.0, wenn nicht alle Medienmanager dem Beifall spenden – oder abwartend schweigen.

    Zur Bewertung des Darmstädter Echos auf das Forum Lokaljournalismus muss man wissen: Riebartsch stellt sich öfters gegen tatsächlichen oder vermuteten Mainstream in der Medienbranche – und machct das auch immer öffentlich.

    Auch dem flächigen Trend zur Einführung von Desks in Redaktionen hat er widerstanden – und uns Desk-Fans couragiert widersprochen. Sein Tenor: Man kann eine gute Regionalzeitung auch mit klassischen Ressorts machen.

    Auch wer in puncto Desk oder Web2.0 anders denkt: Ein knackiger Kontrahent bringt der Debatte mehr als ein weiterer Bestätiger der herrschenden Meinung.

  2. Pingback: Forum Lokaljournalismus – ein Klassentreffen in Bremerhaven #folo12 | ostroplog – Das Weblog von Philipp Ostrop

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