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18. Dezember 2009 • 14:30 0
E-Reader mit eingebauter Endlichkeit
Die Zeitungs- und Zeitschriftenbranche hofft und bangt. Sie hofft, bei der rasanten Entwicklung von E-Readern und Gadgets (Amazon Kindle, Sony PRS, Apple iTab, …) einen Fuß in die Tür zu kriegen und mit entsprechend aufbereiteten Inhalten Geld verdienen zu können. Und die Branche bangt, dass ihr nicht wieder die großen Player die Butter vom Brot stehlen. 2010 wird es viel Bewegung in diesem Markt geben, alle Medienhäuser bereiten sich (hoffentlich zumindest gedanklich) darauf vor.
Bonnier, ein Medienhaus aus Schweden, hat jetzt mit den Londoner Designern von Berg eine E-Reader-Konzeptstudie namens Mag+ vorgestellt. Durch die eReaderWelt wurde ich darauf aufmerksam.
Wenn wir das blendende Design (es muss ja in so einem Video cool aussehen…) mal beiseite lassen, beeindrucken mich vor allem zwei klare Aussagen:
- Dass so ein großer Wert auf Haptik gelegt wird (und dass der Möchtegern-Umblätter-Effekt bewusst nicht benutzt wird).
- Dass die „Endlichkeit“ betont wird. Der Nutzer muss mit dem Lese-Paket fertig werden können und dies auch spüren. Er muss immer wissen, wie viel er schon geschafft hat und wie viel er noch vor sich hat (in Abgrenzung zu den unendlichen Weiten des Internets: „Let the Web be the Web“).
Hier das blendende Video. Mehr Infos gibt’s auf der Seite von Berg.
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17. Dezember 2009 • 14:11 0
Was Arianna Huffington jungen Journalistik-Absolventen ins Stammbuch schreibt
Arianna Huffington, Schöpferin der Huffington Post, hat bei der Abschlussfeier eines Journalistik-Jahrgangs der CUNY gesprochen. Was sie den jungen Uni-Absolventen auf den Weg gab:
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• 10:04 0
10 Trends im Journalismus 2010
Der freie Multimedia-Journalist Adam Westbrook aus London hat seine 10 Journalismus-Trends für 2010 aufgeschrieben videogebloggt. Seine Thesen kann man unterschreiben! Bitte schön:
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10. Dezember 2009 • 18:53 6
Wer verdient eigentlich am iPhone?
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5. Dezember 2009 • 08:58 0
Irre aber gut
Hab zufällig dieses Video vom NRW-Journalistentag gefunden. Irre aber gut, besonders der poetische Einstieg.
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3. Dezember 2009 • 07:57 1
Schmerz, Schock und Schlagzeilen: Wie Medien Grenzen verletzen
Das spannendste Themen beim NRW-Journalistentag des DJV am Samstag in Recklinghausen war das „Forum Grenzverletzung“. Titel der Diskussionsrunde: „Amok-Berichterstattung – Gratwanderung zwischen Schmerz, Schock und Schlagzeile“.
Es ging darum, was Medien nicht dürfen und trotzdem tun, was sie dürfen aber besser gelassen hätten – und welche Wirkung eine reißerische Berichterstattung auf Opfer, Opferfamilien und Nachahmungstäter haben kann. Auf dem Podium waren zwei Mahner und ein notorischer Grenzverletzer: Read the rest of this entry »
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30. November 2009 • 08:39 1
NRW-Journalistentag und das Internet-Manifest: Zwei Welten begegnen sich
Von Gastblogger Tobias Weckenbrock
Irgendwie bezeichnend, wenn ein Publikum eine Podiumsdiskussion verfolgt, die das Thema „Das Internet-Manifest – Leuchtturm oder Nebelkerze?“ hat, und bei der Frage des Moderators, wer es gelesen hat, gerade einmal ein Drittel die Hand hebt. Ein Sechstel schüttelt den Kopf, ein Sechstel schaut beschämt auf die Bodenfliesen, ein Drittel lässt sich besser nichts anmerken. Das war die Szenerie am Samstag beim DJV-Journalistentag NRW in Recklinghausen.
Dabei darf man dem Manifest inhaltlich gerne irgendwie gegenüberstehen – ob kritisch oder wohlwollend. Für beide Seiten gibt es gute Argumente. Aber man sollte sich mit ihm und den Phänomenen, die dessen Vorläufer waren, beschäftigen. Denn sie sind im Mediengeschäft verhältnismäßig revolutionär. Revolutionärer jedenfalls als die Erfindung des Radios und des Fernsehers zusammen.
Eines jedenfalls schafft das Manifest. Oder sagen wir so: schafft das Podium, das an diesem Tag zumindest ansatzweise über das Manifest redet (und zwischendurch ab und an zu paid content, wer-kennt-wen und der Debatte über journalistische Grundtugenden abschweift). Es verdeutlicht den Journalisten im Publikum, dass sie sich regen sollten. Dass ihr Weg sonst irgendwann in eine Sackgasse führt.
Am deutlichsten macht das Thomas Knüwer, Journalist, Blogger, Social-Media-Berater, jemand, der Dinge anspricht – und das ziemlich ungeschönt. Ein Journalist, der kein Smartphone besitzt oder in keinem Sozialen Netzwerk angemeldet und aktiv ist, der muss jedenfalls Angst vor Knüwers Worten haben - so er sie denn versteht und einsieht. Wenn Knüwer von i-Phone-Apps spricht und die Verlage anprangert, sich nicht angemessen damit auseinanderzusetzen, dann wird man den Eindruck jedenfalls nicht los, er sei nicht nur einen, sondern zwei bis drei Schritte weiter als einige seiner Zuhörer beim #jnrw09.
Darum kann diese Diskussion auch nicht mehr bringen, als den Zuhörern einen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen - oder freundlicher: sie anzuschieben. Den Nerv der Zuhörer trifft am ehesten Philipp Ostrop. Wenn er davon spricht, angestellte Journalisten sollten die Guerilla-Taktik ausprobieren - also voran gehen, der eigenen Chefredaktion neue Entwicklungen zeigen, erklären und so den Weg in die Zukunft forcieren, dann kommt das in den Köpfen an, statt vor selbige zu stoßen.
Moderator Stephan Weichert versucht, die Diskussion immer wieder einzufangen und ab und zu anzustacheln. Professor Christoph Neuberger ist der Theoretiker auf dem Podium, Thomas Mrazek ist bemüht, das Publikum einbeziehen. Dass sein Versuch scheitert, ist bezeichnend. Ebenso die offene Runde mit Anregungen oder Fragen aus dem Publikum - es kommt eine einzige. Die Frage, ob das Internet-Manifest Leuchtturm oder Nebelkerze ist, die war offensichtlich ein Schritt zu viel. Vielleicht wäre Lektion 1 besser gewesen: Was ist die Medienrevolution, was ist das Social Web?
Fragen an die Diskutanten:
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27. November 2009 • 08:23 0
Flashback. Oder: Ein Journalist in der Aldi-Zentrale
Den Job als Desk-Chef mache ich gerne und schon seit zweieinhalb Jahren. In dieser Zeit habe ich nur wenige Artikel für unsere Print- oder Onlineausgabe selbst geschrieben. Zuvor, in meinen vier Jahren als Redakteur im Mantel, war das anders.
Nun jedoch organisiere ich Content und Personal, treibe Innovationen voran, halte Leute bei Laune.
Wenn ich mit ganz normalen Menschen (Nichtjournalisten) über meinen Job rede – wie zuletzt bei einem netten Essen am Mittwochabend – kommt immer wieder dieselbe Frage: „Vermisst Du das Schreiben nicht?“
Meine Standardantwort lautet dann: „Och nöö, ich schreibe ja noch mehr als genug. Vor allem E-Mails.“ Dann erzähle ich meistens, dass ich sowieso nicht zu den Menschen gehört habe, denen es ums Schreiben ging. Schreiben war für mich nur Mittel zum Zweck, zur Informationsvermittlung. Schließlich habe ich auch nie Tagebuch geschrieben oder so’n Kram.
Gestern jedoch holte mich meine Vergangenheit wieder ein. Per Agentur-Meldung. Read the rest of this entry »
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