Journalistenpreis gewonnen – trotz Newsdesk!

Yes we can!

Yes we can!

Ein Newsdesk ist ein riesengroßer Mist. Das muss stimmen, schließlich hört und liest man es seit Jahren. Eigentlich dachte ich, dass diese Anti-Haltung unter Medienmenschen langsam ausgestorben wäre. Doch hin und wieder flackert sie noch auf, wie beispielsweise bei der Frankfurter Rundschau, wo ein Lokalredakteur das Newskdesk-Modell ablehnt – weil es eine Neuerung ist, und alle Neuerungen total doof sind (zu sehen hier im Video, oder ist das ein Fake?). Das kann man auch lesen im  Medienmoral-Blog, in dem die Umstrukturierungen der WAZ-Mediengruppe gegeißelt werden. Dort wird die Frage gestellt, ob an regionalen Newsdesks menschenwürdiges Arbeiten möglich ist.

Nun, an dieser Stelle kann ich weltexklusiv verkünden: Ja. Menschenwürdiges Arbeiten am Desk ist möglich. Ich würde sogar noch weiter gehen und mich an dieser Stelle outen: Ich bin ein glühender Verfechter der „Idee Newsdesk“ bei der Arbeitsorganisation von Medienhäusern. Gut, das mag möglicherweise daran liegen, dass ich einen solchen regionalen Newsdesk leite und dafür sogar Geld kriege. Das mag aber auch daran liegen, dass ich die großen Potenziale sehe, etwa wenn sich Journalisten spezialisieren (beispielsweise als Experten für die Herstellung von lokalen multimedialen journalistischen Inhalten oder als Experten für die Weiterverarbeitung und Verbreitung dieser Inhalte).

Professor Meier

Professor Meier

Mit dieser Einstellung stehe ich nicht alleine da, Professor Dr. Klaus Meier hat es hier beim Forum Lokaljournalismus wunderbar erklärt.

Ein funktionierender Desk kann die Grundlage für Qualitätsjournalismus sein – und zwar auch im Lokalen. Ich bin froh und stolz, dass die Jury des Wirtschaftsjournalistenpreises der Volks- und Raiffeisenbanken dies auch so sieht – und mein Team zu den Preisträgern 2008 gehört!

Über philippostrop

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3 Antworten zu Journalistenpreis gewonnen – trotz Newsdesk!

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