Warren Buffett: „Zeitungen haben keine Zukunft – leider“

Warren Buffett

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Der legendäre US-Investor und Multimilliardär Warren Buffett liest Zeitung, weil er sie liebt – und vielleicht auch, weil er 1973 bei der Washington Post eingestiegen ist und mit diesem Investment ein Vermögen gemacht hat. Naja, jedenfalls hat er jetzt dem US-Fernsehsender CNBC ein Interview gegeben und wurde gefragt, ob Zeitungen eine Zukunft haben (Das Video gibt’s hier, interessant wird’s etwa ab Minute 8:45.)

Buffett nuschelt antwortet: „Unfortunately, they don’t.  I love newspapers.  But if the New York Times is going to sell for two dollars in the print edition and be free on the Internet, that’s a very unsustainable model over time.  I still read the print edition because I like to. But if I were a young person making some lesser sum, why would I, why wouldn’t I go to the Internet and read it free rather than pick up the print edition.  So I, they’re going to have to answer that at some point and so far it hasn’t been answered.“

Und dann hat Buffett („Das Orakel von Omaha“) mächtig Spaß bei dem Gedankenspiel, dass Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert das Internet erfunden habe könne und er – Buffett – nun mit dem Geschäftsmodell Zeitung um die Ecke käme, um dem Internet Konkurrenz zu machen:

„But newspapers, I mean, if Mr. Gutenberg had come up with the Internet instead of movable type back in the late 15th century, and for 400 years we’d used the Internet for news and all kinds of entertainment and everything else, and then I came along all of a sudden today and said I’ve got this wonderful idea, we’re going to chop down some trees up in Canada and we’re going to ship them to a paper mill which will cost us a fortune to run through, and deliver newsprint, and then we’ll ship that down to some newspaper and we’ll have a whole bunch of people staying up all night writing up things, and then we’ll send a bunch of kids out the next day all over town delivering  this thing, and we’re really going to wipe out the Internet with this, yeah, (laughs), it isn’t going to happen.“

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Journalist
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2 Antworten zu Warren Buffett: „Zeitungen haben keine Zukunft – leider“

  1. Wurstbrot schreibt:

    Hmmm, ob Mr. Buffett der richtige Mann ist, um die Lage und die Zukunft der Zeitungen zu bewerten? Ok, er hat Späßle an seiner Morgen-Zeitungen.
    Aber nur weil irgendwer was tuffig und super findet, muss er noch lange keine Ahnung davon haben.
    Wenn ich mir im Garten ne Mauer ziehen will, hole ich ja auch nen Maurer und nicht die Bundestagsfraktion der PDS, ähh Verzeichung, der Linken!
    Und ob der nu 1783 ein Investment bei einer Zeitung tätigte oder net…er machte sie ja net, er gab nur Geld.

    Aber wenn man prominent ist, will offenbar jeder von einem was wissen…egal welches Thema.
    Das ist wie bei Veronica Ferres (worüber sich neulich auch in FFM aufgeregt wurde). Eine international völligst unbekannte und national überbewertete Schauspielerin talked im 2-Wochen-Turnus bei Beckmann, Kerner, Maischberger und sonst wo zu globalen Themen oder nationalen Krisen. Klar, man könnte auch den Affen Schimpie einladen, der an Inhalt und Meinung durchaus Gleichwertiges zu bieten hätte…aber irgendwie sehe ich immer nur diese blonde Frau.

    Das nimmt derart überhand, dass ich mich mittlerweile zusammenzucken merken, sobald eine blonde Frau zu einem Satz ausholt. Ein normales Sozialleben ist derzeit also kaum möglich.
    Ich fordere daher: ‚Stoppt den Wahnsinn! Schimpie für Ferres! Auch ich bin das Volk!‘

  2. Pingback: Wie die Zeitung das Web verdrängt « ostroplog – Das Weblog von Philipp Ostrop

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