Gladbeck reloaded?

Amateur-Foto: Schießerei in Schwalmtal (Todesopfer in Bildmitte von mir gepixelt). Quelle: "Hass Thread" (oder so ähnlich)

Amateur-Foto: Schießerei in Schwalmtal (Todesopfer in Bildmitte von mir gepixelt). Quelle: Havdidi/Hass Thread

Ok, wie fangen wir an? Vielleicht mit den Fakten. Also: Heute gab es in Schwalmtal (Kreis Viersen) eine Schießerei mit drei Toten. Ob es nun eher ein Geiseldrama, ein Amoklauf, ein Familiendrama oder eine Mischung war, steht noch nicht fest. Jedenfalls hat der mutmaßliche Täter erst nach drei Stunden aufgegeben.

Drei Stunden sind eine lange Zeit – besonders im Zeitalter eines Internets, das sich immer stärker zum Live-Medium entwickelt. Natürlich gibt es Leute, die von solchen „Breaking News Events“ twittern. Bisher waren diese Leute zufällig Augenzeuge geworden. Die allseits bekannten Stichworte sind Hudson-River, Mumbai, Winnenden.

Am heutigen Tag erreichte diese Twitterei jedoch eine neue Qualität. Denn der Twitteraner @JO31DH war gar nicht dabei, aber trotzdem mittendrin. Denn er hat Polizeifunk gehört und die Infos daraus direkt getwittert – auch polizeitaktische Informationen, die das Verhalten des Täters und den Einsatz der Rettungskräfte beeinflussen und damit möglicherweise das Leben von etwaigen Geiseln hätten gefährden können (genügend Konjunktive?).

Polizeifunk hören ist offiziell verboten (jaja, ich weiß: Es gibt auch Menschen, die haarspalterisch argumentieren, dass man den Funk zwar hören darf, aber die gehörten Informationen nicht verwenden darf). Etablierte Medien hören jedoch Polizeifunk, oder sie haben Informanten, die Polizeifunk hören. Ich selbst habe das natürlich auch gemacht (wow, die zweite Selbstanzeige an einem einzigen Tag…). Polizeifunk hören ist wie schummeln bei der Steuererklärung.

Kritisch war heute also nicht das Polizeifunk-Abhören, sondern das gleichzeitige Twittern des Funks, während die Tat noch lief. Es ist wohl unwahrscheinlich, dass der Täter zwischendurch mal bei Twitter geguckt hat. Wenn er es allerdings getan hat, dann hat er vielleicht bei @JO31DH gelesen:
„Polizei gibt im Amoklauf Notvarianten 1 und 2 frei“ (Anmerkung: Polizeitaktik. Ich weiß nicht, was es bedeutet)
„Das SEK ist eingetroffen am Einsatzort“
„Telefonat aus dem Haus von einer verletzten person am Kopf verletzt“
„Weitere Einsatzkräfte werden durch die Hummel 9 abgesetzt“ (Anmerkung: Hummel=Polizeihubschrauber)
„Der Hubschrauber wird auf dem Pletschweg landen“
„Der Täter scheint da zu sein. Die Hummel musste umdrehen“

Nachdem @JO31DH von mehreren Leuten gefragt wurde, ob ihm die möglichen Konsequenzen bewusst sind, hat er dann eine journalistische Handlungsweise übernommen und Informationen gewichtet bzw. aussortiert: „um das Leben der Geiseln nicht zu gefährden werd ich ab sofort keine maßnahmen der polizei bekannt geben“.

Unweigerlich musste ich an das Gladbecker Geiseldrama von 1988 denken. Heute vor 21 Jahren stieg Udo Röbel, damals Reporter beim Kölner Express und später Bild-Chefredakteur, in das Auto der Geiselnehmer. Er wollte eine gute Geschichte („Das war natürlich die Geilheit auf die Story“), wurde plötzlich Teil des Geschehens und hat den Gangstern zur Flucht auf die Autobahn verholfen. Er hat sich gemein gemacht, und zwar mit einer schlechten Sache. Auch andere Medien und Journalisten haben sich während des Geiseldramas instrumentalisieren lassen.

Vor einem Jahr hat der Stern ein Interview mit Röbel über Gladbeck geführt. Darin sagt er: „Die professionellen Medien haben dazugelernt. Aber unsere Medienwelt hat sich seit damals dramatisch verändert. (…) Insofern glaube ich schon, dass wir ein neues Gladbeck erleben werden – ein Gladbeck im Internet.“

Heute haben wir kein Gladbeck im Internet erlebt. Aber es wird kommen, vielleicht bei der nächsten Amok- oder Geisellage. Wahrscheinlich durch einen User – vielleicht aber auch durch einen Journalisten, der angesichts der Story-Geilheit im Web 2.0 den Kopf verliert.

Ich zähle @JO31DH nicht zur Zunft der Journalisten. Er selbst tut dies aber. Zwischendurch hat er deshalb geschrieben: „Ja Liebe Zweifler Medienfreiheit contra Polizeieinsatz“. Der richtige Tweet wäre heute gewesen: Medienfreiheit im Angesicht eines Polizeieinsatzes.

Wirklich einsichtig scheint er sowieso nicht zu sein:
„egal ich hab meine 770 Besucher. Alles andere ist egal“
„ich geh über Leichen so ist da Geschäft. Hauptsache ne Story“

Andere Fragen haben sich heute beim Fotomaterial gestellt. Per Twitter ging ein Foto rum, das ein Todesopfer zeigt. Ich habe mal gefragt, woher es kommt. Antwort: „Urheber unbekannt. Link kam über Bekanntschaften aus dem Kreis Viersen.“ Anschließend twitterte mich jemand anders an, verwies auf das Foto in einem „Hass Thread“ mit dem Hinweis, dass die natürlich die Quellenangabe wichtig sei. Also: Foto Havdidi/Hass Thread.

Am Ende eines solchen Tages gibt es mehr Fragen als Antworten.

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Update 0.21 Uhr: Mittlerweile bin ich kritisiert worden, nicht korrekt über den „Hass Thread“ geschrieben zu haben. Dabei handelt es sich aus meiner Sicht um einen Thread auf der Internet-Plattform www.bf-games.net. Vollständiger Link: http://www.bf-games.net/forum/index.php?showtopic=43634&st=585&p=1303796&#entry1303796 Der Fotograf Havdidi hat die Fotos mittlerweile an dpa verkauft, wie aus dem Thread hervorgeht. Gute Nacht.

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Update 19.08., 9.01 Uhr: Weitere Kollegen und Blogger haben mittlerweile über die Tabubruch-Twitterei geschrieben – teilweise malen sie ein besseres Gesamtbild, als ich es in der letzten Nacht geschafft habe:
Christian Lindner (Chefredakteur der Rhein-Zeitung)
Marcus Schwarze (HAZ)
Tim Schlüter (Moderator etc.)
Alexander Becker (MEEDIA)
Claudia Frickel (Focus Online)

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Update 19.08., 12.12 Uhr: Mittlerweile hat @JO31DH seinen Twitter-Account offenbar gelöscht (Danke für die Info an Chris, siehe Kommentare).

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Update 20.08., 10.25 Uhr:
Heute hat Michael Hanfeld die Tabubruch-Twitterei in der FAZ aufgegriffen: „Bin Presse. Reicht doch. Maul zu.“
Das Altpapier von dnews.de dreht sich auch darum.

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13 Antworten zu Gladbeck reloaded?

  1. eazy schreibt:

    Neben allen strafrechtlich relevanten Teilen des Themas (Polizeifunk etc…) ist es eine Moraldebatte. Nur kommt es letztlich nie dazu, über Moral zu reden, denn die hört auf, wo das Geld/der Ruhm/… anfängt.

    Die Debatte zur Ethik fällt also aus, weil vorher die Gier nach irgendwas einsetzt.

    Berichten, das etwas passiert: natürlich, es könnten Menschenleben gerettet werden (Massenstau/-unfall auf einer Autobahn). Schmutzige Details: die gehen nur die direkt Betroffenen etwas an.

    Ich habe meine Mutter bei einem Autounfall verloren. Der Gedanke, dass jede Einzelheit in Twitter und Twitpic dokumentiert worden wären, wäre unerträglich.

    Christian

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  5. chris schreibt:

    Der User @JO31DH hat scheinbar mittlerweile seinen Twitter-Account gelöscht, da wurde ihm wohl der Druck zu groß.

  6. Muschelschubserin schreibt:

    Ich habe mich gerade widerwillig durch diesen ominösen Thread gelesen („Ich hab noch ein Foto von dem Toten, aber da sieht man Gehirnmasse, das stelle ich hier nicht ein.“ – „Bild her oder es ist nicht passiert!“; ungefähre Zitate). Und habe auch den Beitrag von Christian Lindner gelesen.

    In dem Thread ging es einzig und allein darum, wie viel Geld man für die Fotos bekommen könnte, ob man unmaskierte SEK-Beamte fotografieren darf, dass man bitte bitte noch mehr Fotos sehen will, wie viele Besucher diesen Thread gerade lesen, dass man sich daran aufgeilt, sein eigenes Gesicht in die Medien halten und diese durch die eigene Wohnung führen zu können.

    Das ist ekelerregend, entbehrt jeglicher Ethik und zeigt nur, wie stark gruppendynamische Prozesse und Sensationsgeilheit sich ausgebreitet haben. Nicht zuletzt auch durch die Medien befördert. Es zeigt auch deutlich, wenn man das liest, dass es als eine Art Sieg über die Medien empfunden wurde, schneller zu sein. Ganz egal mit was, Hauptsache schneller.

    Wenn wir nun aber alle solche JO31DHs einfach ignorieren würden, ihnen nicht zuhören würden, weil sie nun einmal nichts beitragen, was einen weiterbringt, dann hätten diese nicht das Gefühl, bestätigt zu werden. Die Frage ist also nicht nur, dass es profesionelle Justierung braucht und Menschen, die verantwortungsbewusst mit so etwas umgehen, sondern auch, dass es Menschen braucht, die noch merken, dass da ein toter Mensch auf dem Foto ist. Dass in dem Haus Menschen leiden, sterben. Dass sich hier jemand an furchtbaren Schicksalen aufgeilt. Und dass er nicht in der Lage ist, vernünftige Informationen zu geben.

    Solchen Gaffern würde komplett der Wind aus den Segeln genommen werden, wenn niemand ihnen zuhören würde. Es ist sicherlich richtig, das Ganze sehr ausführlich zu reflektieren, aber ich fand es auch merkwürdig und sehr bedenklich, dass so viele Medien die Tweets gleich weitergeleitet haben. Es war doch auf den allerersten Blick erkennbar, dass da jemand am Werk ist, auf den man sich nicht verlassen kann als Quelle. Warum also als professionelle Medien diese Person durch einen Retweet empfehlen??? Auch da fehlte Verantwortung.

    Es kommt also auf beide Seiten an (wenngleich die Seiten natürlich kaum noch erkennbar sind): Sender UND Empfänger. Wo kein Empfänger ist, erübrigen sich solche pubertären und verantwortungslosen Eskapaden, sie sind da, aber sie laufen ins Leere. Natürlich wird es an solchem Mist interessierte Empfänger immer geben. Mehr noch als früher. An diesem Thread kann man das wunderbar ablesen. Offenbar fehlt einigen „Empfängern“ das Bewusstsein dafür, warum Medien SO schnell nicht sind. Und es doch auch bitte sehr nicht sein wollen. Weil es SO schnell nicht möglich ist, gesicherte und auch ethisch korrekte Informationen zu geben.

    Aber wir sollten uns allesamt auch an die eigene Nase fassen. Medien tragen eine erheblich Mitschuld daran, dass sich diese Sensationsgeilheit überhaupt so stark ausbreiten konnte.

  7. Ute schreibt:

    Die eigentliche Frage ist doch, wie bringe ich die Masse der Bevölkerung dazu, nicht wie hypnotisierte Kaninchen auf Blut und Dreck zu starren, sondern sich selbst dahingehend zu disziplinieren, solche Themen wenn überhaupt, dann sachlich aufbereitet anzunehmen?
    Das Schlimme ist nicht der profilneurotische Journalist, der nicht anders an die Sonne zu kommen weiß als mit Katastrophen-Tourismus ohne Rücksicht auf Verluste, sondern die Gier der Menschen nach negativen Superlativen. Schlimmer, grausamer, brutaler – und am besten noch toter als tot: Zerfetzt, gesprengt, zerquetscht – was gibt uns das? Adrenalin?

  8. Lohnschreiber schreibt:

    Keine Frage: Die Twitterei von JO31DH war eine bescheuerte, verantwortungslose Aktion. Dennoch machen es sich einige Medien jetzt doch eine Ecke zu einfach mit der Bewertung des Geschehens. Denn was genau hat JO31DH denn gemacht? Er hat das nachgelebt, was ihm zuvor Profi-Journalisten in ähnlicher Form vogelebt haben.

    Erinnert sich noch jemand an Winnenden und das Glanzstück an Twitter-Journalismus, dass von einigen Medien betrieben wurde, die ganz vorne mit dabei sein wollten? Erinnern wir uns doch mal an den Amoklauf-Account bei Twitter, erinnern wir uns doch mal an die Focus-Reporter, die ihre Leser via Twitter über jeden Meter Autobahn unterrichteten, den sie auf dem Weg zum Ort des Geschehens zurückgelegt haben. Erinnern wir uns an die Horden von Journalisten, die sich auf der Suche nach etwas, das sie offenbar für seriöse Informationen halten, auf Twitter gestürzt haben. Erinnern wir uns an die Twitter-Nutzerin „Tontaube“, die am Winnender Bahnhof gestanden hat, und irgendwann ein verzweifeltes „Liebe Presse, ich weiß doch auch nichts“ twitterte. Und erinnern wir uns abseits des Netzes doch einmal an die hilflos überforderte Jung-Reporterin von RTL, die über „ein Chaos von Feinsten“ in Winnenden berichtete.

    JO31DH hat im Grunde nichts anderes gemacht, als die Nachrichtengeilheit einiger sogenannter „Journalisten“ zu bedienen. Und genügend von denen haben JO31DH ein noch größeres Publikum verschafft, indem sie in ihren eigenen Tweets auf JO31DH hingewiesen haben. JO31DH hat sich verschätzt. Er ist bei seinem Versuch, via Twitter ins Rampenlicht der Medien zu rücken, über das Ziel hinausgeschossen. Vielleicht auch deshalb, weil er einfach zu ehrlich war. Was wäre denn wohl passiert, wenn er einfach nur getwittert hätte „Ich bin vor Ort und weiß, dass…“? Das ist nur eine Vermutung, aber ich befürchte, dass sich haufenweise Journalisten auf diese Informationen gestürzt hätten.

    Das Problem sind nicht Twitter-Nutzer wie JO31DH. Das Problem sind die sich selbst zumindest als solche empfindenden Nachrichtenprofis, die tagtäglich darüber schreiben, wie wichtig doch Twitter sei, wie überlegen dieses Tool doch den traditionellen Medien und deren Online-Ablegern sei, weil es ja so verdammt schnell ist. Inzwischen geht es doch kaum noch darum, wer über ein Geschehen am zuverlässigsten berichtet hat, es geht nur noch um den Götzen Geschwindigkeit. „Stell’s online, falls es nicht stimmt, können wir’s immer noch korrigieren!“ Dass sie sich damit ins eigene Knie schießen, werden diese „Journalisten“ wohl erst dann begriffen haben, wenn sie auch noch ihr letztes bisschen Glaubwürdigkeit vertwittert haben. Vermutlich aber selbst dann nicht. Denn ansonsten hätten sie inzwischen sicher auch kapiert, dass Twitter außer ihnen selbst und anderen professionellen Nachrichtenjunkies niemanden interessiert. Diesen Schluss jedenfalls lassen das Web-2.0-Kompendium von Fittkau & Maaß und die für ein soziales Netzwerk grotesk niedrigen Nutzerzahlen ziemlich wahrscheinlich erscheinen.

  9. Havdidi schreibt:

    Ich verweise mal auf meinen Beitrag.
    http://www.bf-games.net/forum/index.php?showtopic=43634&view=findpost&p=1304626

    Wenn ihr antworten wollt, dann bitte nichts in Forum.

  10. Consigliere schreibt:

    „die das Verhalten des Täters und den Einsatz der Rettungskräfte beeinflussen und damit möglicherweise das Leben von etwaigen Geiseln hätten gefährden können“

    Bestand die Gefahr wirklich? In Gladbeck haben die Täter alles im Radio mitangehört und wurden teilweise von den sie begleitenden Reportern informiert bzw. haben Tipps für eine Flucht erhalten. Steht ernsthaft zu befürchten, dass Geiselnehmer (die ja auch so einfach nen Funkscanner dabei haben könnten, davon mal ab) mittlerweile nebenbei Twitter nach hashtags wie #geiselnahme oder #geiseldrama stadt durchsuchen?

  11. Joachim S. Müller schreibt:

    Es ist wohl für Täter in einem Fall erheblich einfacher und auch zielführender, selbst Polizeifunk abzuhören, als einen Tweet zu lesen, in dem jemand behauptet das wiederzugeben, was er da gehört habe.
    Da es nun mal in jedem Menschen steckt, irgendwie Sensationsgeil zu sein, auch in jedem, der sich gerne darüber echauffiert, da bin ich sicher, auch in mir – auch wenns mir nicht gefällt – wird es immer genug Leute geben, die sich darauf stürzen. „Moral“ ist da nicht direkt definierbar und ihre Einforderung wird keinen merklichen Erfolg bringen.
    Was hingegen zumindest zum Teil das Geschilderte verhindert hätte, wäre ein gut verschlüsselter Polizeifunk. Den könnte dann nämlich weder ein Täter noch ein Twitterist abhören. Insofern kann sich daraus nur die Forderung nach mehr Mitteln für die Polizei ergeben.

  12. Pingback: Gladbeck - Blog - 18 Aug 2009

  13. Tobias Claren schreibt:

    Der Nächste macht hoffentlich das Gleiche. Am besten gleich mit Livestream des Funks.
    Wenn der über einen Anonym angemeldeten Zugang twittert oder in Foren oder Blogs schreibt, oder irgendwie einen Livestream sendet, ist es der Polizei nicht mal unter Mithilfe von Geheimdiensten und gut bestückten Unis möglich das zurückzuverfolgen.

    Was eine Verschlüsselung angeht hoffe ich dass die geknackt wird.
    Sogar das als recht sichert geltende DECT (digitale Schnurlostelefone) ist geknackt.
    Evtl. ist das Interesse von Hackern am Polizeifunk größer als an irgendwelchen Privattelefonaten.
    Ist doch der Ruhm größer.

    @Muschelschubserin
    Warum sollte man unmaskierte SEK-Beamte oder Polizisten, Schließer (JVA) usw. nicht fotografieren dürfen? Natürlich auch maskierte SEKler. Manche tragen eine „Hasskappe“ (Sturmhaube) mit großem ovalem Ausschnitt.
    Ich habe schon ein Bild einer Zeitung im Netz gefunden der Typ hatte ein sehr markantes Gesicht bzw. Augenpartie. Den würde ich wohl jederzeit ohne Maske wiedererkennen. Und ich habe mir das Bild nicht noch mal angesehen.

    Wir sollten uns vor Wachen, Präsidien, Gefängnissen usw. auf die Lauer legen und Beamte fotografieren.
    Eine Lichtbildkartei aufbauen die im Falle von Straftaten durch Beamte eine leichtere Identifizierung ermöglicht. Egal ob auf Demos oder durch SEK-beamte ( http://www.stern.de/politik/deutschland/amnesty-international-polizei-am-pranger-518810.html ).

    Moderne Gesichtserkennungstechniken ermöglichen Privatleuten heute bzw. bald Methoden wie sie bisher nur Behörden evtl. hatten. Ich kann jetzt schon ein iPhone auf jemand richten, und sofort erscheinen um seinen Kopf alle sozialen Netzwerke als Links wenn er/sie dort ein Portrait als Avatar hinterlegt hat.
    Wenn es mir Google in Zukunft ermöglicht ein Bild hochzuladen, und dann alle Bilder anzeigt wo das Gesicht drin ist, kann ich die Einträge solch einer Person finden, die ich ohne diese Hilfe nie gefunden hätte. Wenn z.B. ein Polizist im Netz irgendwo ein Bild von sich (oder mit sich) hat, und denkt dass man ihn ja nicht als Polizist damit in Verbindung bringen kann, hat er sich geirrt. Klar, manuell wäre das praktisch unmöglich. Und finde ich solche Bilder im Netz kann ich Benutzerprofile auf Seiten, Denicinformationen zu evtl. angegebenen Webseiten usw. überprüfen. Und schon wurde aus einem Foto eins unbekannten Polizisten ein Name mit Adresse (im Idealfall).

    Hat man alle Beamten in einer Datenbank (vor Wachen genkipst, und damit schon mal die erste Information der Zugehörigkeit zu einer Wache…) die der Staat nicht schließen kann, könnte man automatisch Straftäter einer Demo oder auch SEK-Beamte die man fotografiert damit vergleichen. Die bleibenden Bilder (falls nicht nur ein Ergebniss kann man selbst eingrenzen).
    Die Techniken sind so gut, dass man sogar vermummte Polizisten finden könnte. Augen, evtl. Nase, Mund (je nach Art der „Hasskappe“). So können diese Merkmale reichen, um Polizisten die man vor ihren Wachen offen fotografierte zu finden. die kann man dann immer noch abfangen und observieren. Also z.B. zwecks Identitätsfeststellung nach Hause verfolgen. Sieht man sie in einem Auto die Polizei verlassen, hat man Fahrzeug und Kennzeichen. Evtl. sogar Fahrgestellnummer. Die ist heute oft durch die Frontscheibe zu sehen (zumindest bei Ford). Inwiefern man mit den Daten was anfangen kann ist eine andere Sache (Sat.1 zeigte einmal wie man über das Kennzeichen Personalien erhält).
    GPS-Peilsender kosten heute unter 100 Euro. Einmal das Auto gesehen könnte man auch so einen nutzen.
    Dafür müsste man aber wohl auf den Polizeihof, das ist dann doch etwas brenzlig😉 .

    In der Zukunft könnte die Technik des Körperscanners („Nacktscanner“) evtl. kleiner und mobiler verfügbar sein. Sie braucht ja keinen Empfänger der hindurchgehende Strahlen (z.B. Röntgen) auf der Rückseite aufnimmt.
    Es sind reflektierte Mikrowellen wenn ich mich nicht irre.
    Evtl. kann man also irgendwann die Stoffmützen durchdringen, und über die an der Haut reflektierten Mikrowellen (Wasser nimmt zwar MW auf, aber die haben das wohl optimiert dass noch was zurückkommt) ein Bild des Gesichtes erzeugen. Mit einem Gerät wie heute einer Digitalkamera.

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