Mein erstes Mal (auf einer Silent-Party)

Mit Kopfhörern auf der Silent-Party

Mit Kopfhörern auf der Silent-Party

Am Wochenende war Hafenfest in Münster (Bericht der Münsterschen Zeitung, meine Fotos auf www.nahraum.de). Am Samstagabend verschlug es mich in die Osmo-Hallen zu einer so genannten Silent-Party. Die Zutaten für diese „skurrile Party“ (MZ-Bericht) sind: Partyvolk mit Funk-Kopfhörern auf den Ohren, zwei Funk-Kanäle, zwei DJs. Die Musik kommt nicht aus Lautsprechern, sondern nur aus den Kopfhörern.

In der Halle war es ziemlich still. Ich hörte Menschen sich bewegen, ich hörte das wellenartige Geräusch der Nebelmaschine, ich hörte vereinzelt jemanden husten oder lachen.  Ich bewegte mich zur Musik in meinen Ohren – und wunderte mich, dass die Leute um mich herum im anderen Takt tanzen und die Lippen anders bewegten. Klar, sie hatten den anderen Kanal eingeschaltet.

Je später der Abend, je höher der Alkoholpegel, je besser die Stimmung und je gröliger die Playlist, desto lauter wurde diese leise Party. Denn unweigerlich singt und schreit man mit. Nahm man die Kopfhörer ab, ergab sich ein verrückter Geräuschmix. Betrachter Zuhörer von außen wunderten sich: Ohne erkennbaren Grund sang und schrie die Hälfte des Publikums. Wie einstudiert, genau im Takt. Viel besser choreografiert als ein Fanblock im Stadion.

Die Musikrichtungen auf den zwei Kanälen mäanderten auseinander und wieder zusammen. Es lief Lenas Sattelite gegen Highway to Hell, Sweet Child of Mine gegen Jein, dann auf beiden Kanälen Alternative oder Hip-Hop. Ich schaltete hin und her, ich konnte mich manchmal nicht zwischen den Klassikern entscheiden.

Kollege Tobias Weckenbrock hat für http://www.MuensterscheZeitung.de ein Video gedreht und die DJs interviewt. Die Licht- und Tonverhältnisse waren für die Flip leider etwas schwierig – trotzdem erkennt man zwischendurch einen begnadeten Tänzer und Sänger…

Über philippostrop

Journalist
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4 Antworten zu Mein erstes Mal (auf einer Silent-Party)

  1. Pingback: Skurril bizarre und einzigartige Party-Gaudi « weckenblog

  2. AM schreibt:

    Quatsch, vergleich eingeschworenen Fanblock
    mit sonnem EVENT. Schonmal im Stadion gewesen?

    Desweiteren scheiße ja klar DJs, bzw. zwei Playlists
    um es genauer zu treffen.

    Achja scheiß Musik dumme Studenten, geht Müsli
    essen und Rock hören.

  3. Pingback: Die skurrilste Party des Jahres kehrt zurück « weckenblog

  4. Dhala Rosado schreibt:

    Hallo Philipp,

    ich bin bei meiner Recherche zu einem Artikel über Silent Partys (ich studiere Journalistik) auf deinen Blogeintrag gestoßen. Ich bin momentan noch auf der Suche nach einem Fallbeispiel und habe in meinem Bekanntenkreis nur eine Person gefunden. Ich würde mich freuen, wenn du dich bei mir melden würdest und mir vielleicht etwas über deine persönliche Einschätzung und deine Erfahrungen mit diesem Konzept erzählen könntest. Wenn du Zeit findest: dhala-rosado@web.de ich würde mich sehr freuen! Liebe Grüße

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