Lokalsportpreis: Das war der Gipfel

Reinhard Rauball wurde bei unserem Fußballgipfel auch mit Online-Abstimmungen konfrontiert (Foto: Bock/newspic.de)

Heute geht’s nach Berlin. Das Team des Medienhauses Lensing (Ruhr Nachrichten, Münstersche Zeitung etc.) wird mit dem Lokalsportpreis ausgezeichnet, den der Verband deutscher Lokalzeitungen und Veltins gemeinsam vergeben. Wir haben in der undotierten Kategorie „Strategie“ gewonnen – und zwar für eine eigene Veranstaltung und die Berichterstattung darüber.

Ganz bescheiden wie wir nun einmal sind, haben wir das Ding im Frühjahr 2009 „Fußballgipfel“ genannt. Der Titel war nicht allzu übertrieben, denn schließlich hatten wir den Chef der Bundesliga, DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball, zu Gast. Wir haben ihn im Vereinsheim des SV Herbern mit rund 20 Vertretern von Amateur-Fußballklubs aus unserem Verbreitungsgebiet konfrontiert. Warum wir das gemacht haben? Damals kochte die Wut der Amateurkicker hoch (siehe zum Beispiel www.sonntag-nicht-vor-1730.de). Der Grund: Die DFL hatte angekündigt, zukünftig auch am frühen Sonntagnachmittag ein Bundesligaspiel anzusetzen. Und der Sonntagnachmittag ist ja bekanntlich die Zeit der Amateurkicker, die nun Angst um ihre Zuschauerzahlen und Einnahmen hatten.

Mit der Flip habe ich damals ein kleines Making-of gedreht:

Beim Fußballgipfel ging es zur Sache. Erst machte Bundesliga-Chef Reinhard Rauball den versammelten Vereinsvertretern einen Kompromissvorschlag. Doch dann sagte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) einen Spieltag der Kreisligen ab, um einen Boykott zu verhindern.
[Weil wir nach dem kürzlichen Relaunch von www.RuhrNachrichten.de noch nicht wieder alle alten Inhalte online haben, verweise ich auf diese Geschichte, die damals die Frankfurter Rundschau über unseren Fußballgipfel gemacht hat.]

Und was macht unseren Fußballgipfel nun strategiepreisverdächtig? Ich glaube, es war die Mischung:

  • Wir waren konsequent crossmedial und haben die Veranstaltung per Live-Stream ins Netz übertragen [Das Video bei Zaplive.tv läuft mittlerweile leider auch nicht mehr so rund…].
  • Wir waren konsequent interaktiv. Nicht nur die beteiligten Vereinsvertreter konnten Rauball löchern und ihre Sorgen vortragen, sondern auch die Zuschauer im Livestream-Chat. Außerdem haben wir getwittert und dort auch mit den Usern interagiert.
  • Wir waren konsequent lokal. In jedem Lokalteil sowie im Mantel haben wir über die Veranstaltung berichtet.
  • Wir haben gewirkt. Zwar hat die DFL das lukrative dritte Sonntagsspiel eingeführt (was ja auch zu erwarten war…), doch gleichzeitig haben sich die Profi-Klubs bereit erklärt, im Rahmen von Benefiz-Spielen gegen regionale Teams anzutreten (zum Beispiel wie hier in Dortmund). Der Erlös geht an die Amateure.

Vielleicht hat die Jury aber auch ganz andere Gründe, uns auszuzeichnen. Wir werden es sehen. Also, auf nach Berlin. Und alle so Yeah!
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Über philippostrop

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2 Antworten zu Lokalsportpreis: Das war der Gipfel

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